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FAQ zur Gefährdungsbeurteilung

Wie ist die Ergebnisgenauigkeit?

Fehlerbetrachtungen bei der Methodenerprobung haben für die Leitmerkmalmethoden vergleichsweise geringe Fehlerquoten erbracht, wenn die Beurteilungen von Personen vorgenommen werden, die die Arbeitsabläufe genau kennen. Dennoch sind bei richtiger Erfassung aufgrund der Grobstufungen bei der Belastungsbeschreibung immer Fehler im Bereich von ± 10 % einzukalkulieren. Bei falscher Erfassung, z. B. fehlerhafter Häufigkeit, sind weitaus höhere Fehlerquoten bis hin zu unsinnigen Ergebnissen möglich. Deshalb ist besonders auf die exakte Erfassung der Merkmale und eine kritische Plausibilitätsprüfung zu achten.

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Ist Interpolieren erlaubt und/oder notwendig?

Interpolieren ist die Bildung von zusätzlichen Zwischenwerten, die in der Skalierung nicht enthalten sind. Interpolieren ist erlaubt und in einigen Fällen auch notwendig. Theoretisch möglich sind Kombinationen von Tätigkeitsmerkmalen, die bei Zuordnung der Wichtungen für Zeit und Lastgewicht immer knapp an der Grenze liegen.

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Was ist bei erhöhten Punktwerten?

Einzelaussagen zu Beschwerden und erhöhten Beanspruchungswahrnehmungen sollten immer im Rahmen einer individuellen Betreuung Beachtung finden.

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Wie erfolgt die Beurteilung bei Mischtätigkeiten?

Beurteilung der arbeitstäglichen Gesamtbelastung sind nicht möglich. Da diese neben physischen auch psychosoziale Komponenten hat und darüber hinaus von der gesamten Arbeitsorganisation beeinflusst wird, sind dafür vollständige Arbeitsstudien erforderlich. Mit diesem Vorgehen können auch mögliche Synergie- und Kompensationseffekte berücksichtigt werden.

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Darf die Beurteilung für Berufskrankheitenfeststellungsverfahren genutzt werden?

Nein! Die Beurteilungswerte beziehen sich ausschließlich auf die Prävention von arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen bei der manuellen Handhabung von Lasten. Zur Feststellung, ob eine langjährige Einwirkung zu einer Berufskrankheit 2108 geführt hat, sind exakte personenbezogene Belastungsdaten zu ermitteln.

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Darf die Beurteilung für die Feststellung der Eignung des Beschäftigten genutzt werden?

Die Lastenhandhabungsverordnung fordert unter § 3: Bei der Übertragung von Aufgaben der manuellen Handhabung von Lasten, die für die Beschäftigten zu einer Gefährdung für Sicherheit und Gesundheit führen, hat der Arbeitgeber die körperliche Eignung des Beschäftigten zur Ausführung der Aufgabe zu berücksichtigen.

Die Gefährdungsbeurteilung mit den Leitmerkmalmethoden (Heben, Halten, Tragen / Ziehen, Schieben) ist eine wichtige Voraussetzung für die Berücksichtigung der körperlichen Eignung. Sie gibt Arbeitgeber und Betriebsarzt die benötigten Daten.

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Welche Möglichkeiten gibt es für eine erweiterte Tätigkeitsanalyse?

Mit dem hier vorgestellten Methodenpaket ist eine effektive Aufdeckung von Gefährdungssituationen möglich. In vielen Fällen reichen die Ergebnisse bereits aus, um Engpässe zu beseitigen. Es wird aber immer auch darüber hinaus gehende Fragestellungen geben, die eine sichere Datenanalyse erfordern wie z. B. Investitionsvorbereitungen, Rechtsstreitigkeiten oder komplizierte Arbeitsstrukturierungen.

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