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Arbeitszeitberatung - Entwicklung und Erprobung eines Praxismodells

Arbeitszeitgestaltung wird für viele Betriebe zunehmend zur Herausforderung: optimale Auslastung der Investitionsmittel im Produktionsbereich, um bei kurzen Abschreibungszeiten möglichst profitabel und wettbewerbsfähig zu sein, Bereitstellung von Dienstleistungen rund um die Uhr, nämlich dann, wenn der Kunde sie abruft, dies erfordert ein immer höheres Maß an Flexibilität.
Schon heute stellen sich in Schichtbetrieben mit einem hohen Anteil älterer Beschäftigter erhebliche Anforderungen an die Arbeitszeitgestaltung. Dies wird sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der Erhöhung des Renteneintrittsalters noch verstärken, Betriebe werden den Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit bis zum 67. Lebensjahr sicherstellen müssen. Schließlich sind, auf Grund der angestrebten Erhöhung der Frauenerwerbsquote, Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und somit Maßnahmen der Arbeitszeitgestaltung unerlässlich.

Grundlage für diesen Förderschwerpunkt 2009-II ist die im Frühjahr 2009 erstellte Machbarkeitsstudie "Arbeitszeitberatung - Entwicklung eines Praxismodells am Beispiel ausgesuchter Branchen". Diese kam zu dem Schluss, dass einerseits ein breites Spektrum von Beratungs- und Informationsmaterialen zu den verschiedenen Gestaltungsaspekten der Arbeitszeit (z. B. Nacht- und Schichtarbeit, flexible Arbeitszeit, Vertrauensarbeitszeit, Telearbeit, Teilzeitarbeit, Rufbereitschaft, Arbeitszeitmodelle für Ältere) vorhanden ist, andererseits diese in vielen Betrieben bisher nicht angekommen sind. Insbesondere in Klein- und Mittelunternehmen sind Informationsdefizite bezüglich moderner, innovativer und gesundheitsgerechter Arbeitszeitmodelle zu beobachten. Ferner mangelt es an gesicherten und abgestimmten Kriterien für eine qualitätsgesicherte Arbeitszeitberatung.

Insgesamt fehlt ein übergreifendes, praxisorientiertes und qualitätsgesichertes Beratungsmodell zum Thema Arbeitszeit, welches existierende Zugänge zu den Betrieben, verfügbare Beratungsansätze und -organisationsstrukturen sowie vorhandene Informationsmaterialien nutzt und zusammenführt.

Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen dieses Förderschwerpunktes zwei Modellvorhaben gefördert, mit dem Ziel modellhafte betriebsspezifische Arbeitszeitberatungen zu entwickeln, zu erproben und nachhaltig in die Beratungslandschaft zu implementieren.

Im Ergebnis werden u. a. Qualitätsstandards für die Arbeitszeitberatung entwickelt, Tools zur Kurzanalyse in Unternehmen zur Einschätzung der derzeitigen betrieblichen Arbeitszeitgestaltung und des Beratungsbedarfs erstellt, Beratungsangebote zur Entwicklung innovativer Arbeitszeitregelungen im Betrieb zusammengestellt sowie praxistaugliche Handlungshilfen erstellt. Anhand von Beispielen guter Praxis von kleinen und mittleren Unternehmen sollen bewährte Lösungsansätze zur Arbeitszeitgestaltung nachvollziehbar illustriert werden und zum "Nachmachen" anregen.

Gefördert in der Zeit vom 2010 bis 2013 werden:

ArbeitsZeitGewinn in kleinen und mittleren Unternehmen
RKW Hessen, die FOM Hochschule für Oekonomie & Management und das RKW Kompetenzzentrum

Logo: ArbeitsZeitGewinn

http://www.arbeitszeitgewinn.de


Neue ArbeitsZeitPraxis - Zukunftsorientierte Arbeitszeitberatung für kleine und mittlere Betriebe in den Modellregionen Saarland und den Kammerbezirken Trier und Pfalz
Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V. (iso) und Institut für Mittelstandsökonomie an der Universität Trier e.V. (Inmit)

Logo: Neue ArbeitsZeitPraxis

http://www.neue-arbeitszeit-praxis.de

Ansprechpartner in der BAuA 

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund

Frank Brenscheidt
Gruppe 1.1 "Wandel der Arbeit"
Tel. 0231 9071-2234