Navigation und Service

Springe direkt zu:

Suche

Suchbegriff eingeben

EMKG kompakt - Das Einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe kompakt

In wenigen Schritten Gefährdungen beim Umgang mit Gefahrstoffen erkennen und die richtigen Maßnahmen zur Reduzierung der Belastungen finden

Abbildung von Taschenscheibe und Taschenkarte des "EMKG kompakt", Foto: Uwe Völkner, Fotoagentur FOX

Mit dem EMKG kompakt hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ein Instrument entwickelt, mit dem der Praktiker vor Ort Gefährdungen durch Einatmen oder durch Hautkontakt ermitteln kann. Das EMKG kompakt besteht aus einer handlichen Mappe, die Taschenkarte, Taschenscheibe und Hinweise zur Anwendung der beiden Instrumente enthält.

Was Sie wissen sollten

Mit dem EMKG kompakt können Sie sich "vor Ort" schnell und unkompliziert einen Überblick über Gefährdungen durch Einatmen und Gefährdungen durch Hautkontakt verschaffen. Dazu stehen Ihnen die Werkzeuge

  • Taschenscheibe: "EMKG kompakt Einatmen"
  • Taschenkarte: "EMKG kompakt Haut"

zur Verfügung, die Ihnen helfen, die richtigen Maßnahmen zu finden.

Als Kurzfassung des von der BAuA entwickelten "Einfachen Maßnahmenkonzeptes Gefahrstoffe - EMKG" ist das EMKG kompakt in vielen Standardsituationen am Arbeitsplatz gut einsetzbar. Um auch speziellere Arbeitsplatzsituationen sicher beurteilen zu können, ist jedoch die Kenntnis des vollständigen EMKG wichtig - insbesondere, wenn es um Arbeiten bei erhöhter Anwendungstemperatur oder um großflächige Anwendung von Gefahrstoffen geht.

Umfassende und aktuelle Informationen zum EMKG können Sie auf unserer Internetseite www.baua.de/emkg abrufen.

Welche Informationen brauchen Sie, um mit dem EMKG kompakt zu arbeiten?

Die wichtigsten Informationsquellen sind das Kennzeichnungsschild und das Sicherheitsdatenblatt (SDB) des Gefahrstoffs; weitere Informationen können Sie sich - falls erforderlich - vor Ort im Betrieb beschaffen.
Sie brauchen Informationen zu den H- oder den R-Sätzen (siehe Kennzeichnungsschild und SDB Kapitel 2) und zum Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) des Gefahrstoffs (siehe SDB, Kapitel 8). Bei Flüssigkeiten müssen Siedepunkt oder Dampfdruck bekannt sein (SBD, Kapitel 9), bei Feststoffen sollten Sie das Staubungsverhalten kennen. Sie müssen die Größenordnung der gehandhabten Menge an Gefahrstoff pro Tätigkeit abschätzen können.

Wie gehen Sie vor?

Beginnen Sie zunächst mit der Taschenscheibe "EMKG kompakt Einatmen" und führen Sie die dort beschriebenen Schritte durch. So leiten Sie die geeigneten Maßnahmen gegen Gefährdungen beim Einatmen ab.
Wenn es bei Tätigkeiten zu Hautkontakt mit Gefahrstoffen kommen kann, sind möglicherweise spezifische Maßnahmen anzuwenden. Die Maßnahmen "Haut" sind immer zusätzlich zu denjenigen Maßnahmen zu treffen, die sich bereits aus der Ermittlung der Gefährdungen durch Einatmen ergeben haben.
Mit Hilfe der Taschenkarte "EMKG kompakt Haut" prüfen Sie, ob zusätzliche Maßnahmen zum Schutz vor Gefährdungen bei Hautkontakt erforderlich sind.

Das EMKG kompakt verweist bei den jeweiligen Maßnahmenstufen auf Schutzleitfäden, mit deren Hilfe die erforderlichen Maßnahmen umgesetzt werden können. Die Schutzleitfäden können Sie auf der Internetseite der BAuA unter www.baua.de/emkg herunterladen.