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Dokumentation des Workshops "Elektromagnetische Felder an Arbeitsplätzen" am 24.09.2015

Im Zuge der Umsetzung der neuen Richtlinie 2013/35/EU über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten vor der Gefährdung durch elektromagnetische Felder wird die gegenwärtig gültige Unfallverhütungsvorschrift DGUV 15 "Elektromagnetische Felder" (bisherige Bezeichnung BGV B11) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung durch eine Arbeitsschutzverordnung und ein konkretisierendes Technisches Regelwerk aufgehoben werden.

Impressionen der Veranstaltung "Elektromagnetische Felder an Arbeitsplätzen" am 24.09.2015, Foto: BAuA

Um vor diesem Hintergrund Fragen der Sicherheit und Gesundheit an EMF-Arbeitsplätzen insbesondere mit Anwendern aus der betrieblichen Praxis zu diskutieren, richtete die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin am 24.09.2015 in Berlin einen Workshop "Elektromagnetische Felder an Arbeitsplätzen" aus. Unter den etwa 50 Teilnehmenden und Referenten befanden sich Sicherheitsingenieure, Arbeitsmediziner, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Vertreter der Berufsgenossenschaften, Unternehmer aus unterschiedlichen Branchen, Wissenschaftler und Behördenvertreter. Im Workshop wurden zunächst die Festlegungen der EMF-Richtlinie dargestellt. Insbesondere wurden mögliche Konsequenzen durch die nationale Umsetzung des im Vergleich zur DGUV Vorschrift 15 abweichenden Grenzwertkonzeptes der EU-Richtlinie aufgezeigt. Im folgenden Vortrag wurde der zugehörige EU-Leitfaden erörtert. Dieser nicht verbindliche Leitfaden wird von der Europäischen Kommission bereitgestellt und soll die nationale Umsetzung der Richtlinie erleichtern. Speziell für gepulste Felder wurden anschließend Verfahren zur Gefährdungsbeurteilung und deren Anwendbarkeit in der Praxis detailliert erläutert und intensiv diskutiert.

Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war die Beurteilung der Sicherheit von Implantatträgern an Arbeitsplätzen mit EMF. Es wurde über EMF-Messungen (z. B. an Schweißerarbeitsplätzen) informiert sowie aktuelle Forschungsergebnisse (u. a. zur Störfestigkeit von Herzschrittmachern) vorgestellt.
Durch die hohe Diskussionsbereitschaft der Teilnehmer und Referenten konnten einerseits zahlreiche Fragen der betrieblichen Praktiker beantwortet werden, anderseits erhielten die staatlichen Regelsetzer wichtige Impulse für ihre weiteren Aktivitäten auf dem Weg der Erarbeitung und Konkretisierung nationaler gesetzlicher Regelungen zum Schutz der Beschäftigten vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder.

Im Folgenden stehen Ihnen ausgewählte Präsentationen der Veranstaltung zum Herunterladen zur Verfügung:

Downloads

Programm (PDF-Datei, 16 KB)

Vorträge:

Richtlinie 2013/35/EU - Schutz der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch elektromagnetische Felder - Ansätze zur nationalen Umsetzung (PDF-Datei, 2 MB)
Dr. Georg Hilpert, Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Der Leitfaden zur EMF-Richtlinie - aktueller Stand (PDF-Datei, 392 KB)
Dr. Hannelore Neuschulz, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Erläuterungen zu EMF-Beurteilungsverfahren - Empfehlungen für ihre Anwendung an Arbeitsplätzen (PDF-Datei, 790 KB)
Dr. Hannah Heinrich, 2h engineering & research

Mögliche Beeinflussung von Implantaten durch EMF - Erläuterungen, Messungen an Arbeitsplätzen, individuelle Störbeurteilung für Implantatträger (PDF-Datei, 2 MB)
Dipl.-Ing. Ingo Bömmels, Institut für Arbeitsschutz der DGUV / Dipl.-Ing. Dominik Stunder, Forschungszentrum für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit (femu) des Universitätsklinikums der RWTH Aachen