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Dokumentation der Informationsveranstaltung "Elektromagnetische Felder an Arbeitsplätzen" am 15.11.2012

Elektromagnetische Felder (EMF) werden in vielen Bereichen des beruflichen Lebens vermehrt eingesetzt. Die Beschäftigten werden dabei homogenen oder inhomogenen, kontinuierlichen oder gepulsten elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern ausgesetzt. Um Fragen der Sicherheit und Gesundheit an EMF-Arbeitsplätzen zu diskutieren richtete die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) am 15.11.2012 eine Informationsveranstaltung "Elektromagnetische Felder an Arbeitsplätzen" aus. Unter den mehr als 50 Teilnehmenden und Referenten befanden sich Vertreter bekannter Firmen aus unterschiedlichen Branchen, von Unfallversicherungsträgern, aus der Wissenschaft und aus Behörden.

Die Veranstaltung gab zunächst einen Überblick über grundlegende Aspekte der Sicherheit und Gesundheit von Arbeitnehmern, die am Arbeitsplatz elektrischen, magnetischen oder elektromagnetischern Felder ausgesetzt sind (Grundlagen, Wirkungen von EMF, Grenzwertproblematik).

Verbindliche Expositionsgrenzwerte zum Schutz der Beschäftigten sind in Deutschland in der Unfallverhütungsvorschrift BGV B11 festgelegt. Zukünftig werden diese Werte durch die Expositionsgrenzwerte der EU-Arbeitschutzrichtlinie über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder (EMF), die sich noch in Überarbeitung befindet, ersetzt. Historie, künftige Struktur sowie Grenzwertkonzept dieser Richtlinie und aktuelle Arbeitsschutzregelungen zu EMF in Deutschland wurden dargestellt. Mögliche Konsequenzen durch die nationale Umsetzung der EU-Richtlinie wurden diskutiert.

Die Gefährdungsbeurteilung ist von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten an EMF-Arbeitsplätzen. Dies gilt insbesondere für Arbeitsplätze mit starken oder gepulsten Feldern, beispielsweise bei Magnetresonanztomografen oder Schweißerarbeitsplätzen, aber auch für Beschäftigte mit Implantaten. Vor diesem Hintergrund diskutierten die Teilnehmer der Veranstaltung am Nachmittag spezielle Probleme an MRT-Arbeitsplätzen und bei Beschäftigten mit aktiven und passiven Implantaten.

Numerische Simulationsverfahren unter Verwendung digitaler Menschmodelle zur Bewertung von EMF-Expositionen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Die Veranstaltung bot einen Einblick in die Anwendung derartiger Verfahren zur Bewertung von Schweißerarbeitsplätzen.

Im Folgenden stehen Ihnen ausgewählte Präsentationen der Veranstaltung zum Herunterladen zur Verfügung:

Downloads

Programm (PDF-Datei, 330 KB)

Vorträge:

EMF - Physikalische Grundlagen, Wirkungen auf den Menschen (PDF-Datei, 1 MB)
Dr. Ljiljana Udovicic (BAuA)

Festlegung von Grenzwerten für EMF am Arbeitsplatz (PDF-Datei, 803 KB)
Dr. Hannelore Neuschulz (BAuA)

EMF am Arbeitsplatz - Stand der Überarbeitung der EU-Arbeitschutzrichtlinie zu EMF (PDF-Datei, 4 MB)
Dr. Georg Hilpert (Bundesministerium für Arbeit und Soziales - BMAS)

EMF am Arbeitsplatz - Aktuelle Arbeitsschutzregelungen in Deutschland (PDF-Datei, 816 KB)
Markus Fischer (Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM))

Sicherheit und Gesundheitsschutz für Beschäftigte in der Umgebung von Magnetresonanztomographen (PDF-Datei, 171 KB)
Dr. Hannah Heinrich (2h engineering & research)

Beeinflussung von aktiven und passiven Implantaten durch EMF (PDF-Datei, 184 KB)
Fritz Börner (Institut für Arbeitsschutz der DGUV)

Beurteilung von EMF-Arbeitsplätzen mit Simulationsverfahren
Stefan Förster (Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg)