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Focal Point in Deutschland

Aufgaben

Der deutsche Focal Point (FOP) repräsentiert das EU-OSHA-Netzwerk auf nationaler Ebene und agiert als Schnittstelle zwischen der EU-OSHA und dem deutschen FOP-Netzwerk, das sich aus den relevanten Arbeitsschutzakteuren zusammensetzt.

Gemäß Gründungsverordnung und einem durch den Verwaltungsrat verabschiedeten Dokument "Current guidance on basic requirements 2003" sind die Mitgliedstaaten vertraglich verpflichtet, die Initiativen der Agentur durch Informationen und Feedback aus den jeweiligen Mitgliedstaaten sowie durch ihre Arbeit mit nationalen Netzwerken zu unterstützen.

Jährlich werden die Pflichtaufgaben der FOPs in einem Arbeitsplan mit der Agentur festgelegt (Mandatory list). Dieser Arbeitsplan wird von der Agentur und den jeweiligen FOPs unterschrieben und ist daher verbindlich. Die Aufgaben umfassen beispielsweise die Unterstützung der Europäischen Kampagne, die Benennung nationaler Experten zur Teilnahme an Fachveranstaltungen sowie für die Zuarbeit und Durchsicht von Expertisen, z. B. zum Thema psychosoziale Belastungen oder der europaweiten Unternehmensbefragung ESENER II.

Um die Ressourcen des Netzwerks optimal zu nutzen und sich auf die Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten einzustellen, verfolgt die Agentur seit 2013 neben dieser "Mandatory list" einen "Portfolio-Ansatz" mit freiwilligen Aufgaben, die das nationale FOP-Netzwerk für sich auswählen kann. Ziel des "Portfolio-Ansatzes" ist es, dass die Netzwerkpartner sich für die Projekte engagieren, bei denen sie sich einen Mehrwert versprechen. Damit kann auch die Agentur Produkte und Dienstleistungen bereitstellen, die an die Erfordernisse der einzelnen Mitgliedstaaten angepasst sind.

Der deutsche Focal Point wurde von der Bundesregierung bzw. dem BMAS als offizieller Vertreter ernannt. Seit Anfang 2015 ist der FOP in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) angesiedelt.

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Wer sind die Partner im deutschen Netzwerk?

Die Basis für die FOP Arbeit bildet das nationale Informationsnetzwerk. Aufgrund des komplexen nationalen Arbeitsschutzsystems sind Repräsentanten der wichtigsten Institutionen/Interessensgruppen vertreten, um die Informationen der Agentur in ihren Netzwerken weiter zu verbreiten bzw. eigene Informationen und Ergebnisse an die Agentur zu übermitteln:

  • Die Länder werden durch das brandenburgische Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) in Potsdam vertreten, das die Informationen aus den Ländern koordiniert und regelmäßig dem Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) berichtet.
  • Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ist der Spitzenverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften und der Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand. Er ist für die Einbeziehung aller Unfallversicherungsträger ins Netzwerk verantwortlich.
  • Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin berät als maßgebliche Ressortforschungseinrichtung in allen Fragen von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und der menschengerechten Gestaltung der Arbeitsbedingungen und stellt aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Umsetzung zur Verfügung.
  • Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) vertritt die Gewerkschaften gegenüber den politischen Entscheidungsträgern, Parteien und Verbänden in Bund, Ländern und Gemeinden und koordiniert die gewerkschaftlichen Aktivitäten.
  • Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ist der sozialpolitische Spitzenverband der deutschen Wirtschaft. Zentrale Aufgabe der BDA ist es, die unternehmerischen Interessen im Bereich der Sozialpolitik aktiv zu vertreten.
  • Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist eine auf Dauer angelegte Strategie von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern zur Stärkung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Ziel ist es, die bereits bestehenden Arbeitsschutzmaßnahmen einheitlich und transparent zu regeln und ihre Umsetzung am Arbeitsplatz nachhaltig voranzutreiben.