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Büroarbeit

In den letzten 50 Jahren ist der Anteil der Beschäftigten in Büros in Deutschland von etwa 10 % auf knapp 50 % angestiegen. Prognosen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge wird dieser Anteil in den nächsten Jahren noch weiter deutlich anwachsen. Schon heute ist für 80 Prozent aller Bürobeschäftigten ein Bildschirmgerät (mindestens bestehend aus einem Bildschirm, einer Tastatur und einer zentralen Rechnereinheit) das vorrangige Arbeitsmittel.

Mit der Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV), die im Dezember 1996 verabschiedet wurde (Umsetzung der EU Richtlinie 90/270/EWG), sind Mindestvorschriften bezüglich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit an Bildschirmgeräten formuliert worden.

Insgesamt ist die Büroarbeit im Vergleich zu körperlich belastenden Berufen mit geringeren Risiken für die Gesundheit verbunden. Dennoch sind hier neben der Zunahme der psychischen Beanspruchungen (Kopfschmerzen, Nervosität und Reizbarkeit) nach wie vor die "klassischen Beschwerdebilder", wie Muskel-Skelett-Erkrankungen und Beschwerden der Augen von Bedeutung.
Durch die technischen Entwicklungen, die neuen Wege der Kommunikation und die damit verbundene Informationsflut, steigen die Arbeitsverdichtung, die Erwartungen an Arbeitstempo und Arbeitspensum des Einzelnen. Daher rücken neben der eher klassischen ergonomischen Arbeitsgestaltung zunehmend die sogenannten "weichen Faktoren", wie z. B. die Arbeitsorganisation, das Selbstmanagement und die Kommunikation in den Blickpunkt.

Diese und folgende Seiten sollen bei der Gestaltung und Organisation gesundheitsförderlicher Büroarbeitsplätze behilflich sein. Dies gilt nicht nur für Arbeitsplätze in den klassischen Büroberufen.