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Beschäftigungsfähigkeit

Der Erhalt und die Förderung der Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit ist ein Querschnittsthema für den Arbeitsschutz und zieht sich durch die Aktivitäten der BAuA-Fachgruppen.

Dabei ist die Frage der konstituierenden Faktoren des Konstrukts von besonderer Bedeutung. Die Arbeitsfähigkeit (workability) als Kernaspekt von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit wird konzeptionell mit bestimmenden Rahmenbedingungen in einem Gesamtkonzept integriert und mit arbeitsmarktpolitischen Aspekten zum Konzept der Beschäftigungsfähigkeit (employability) verbunden. Dabei gilt es die unterschiedlichen Erkenntnisse  aus den verschiedenen Fachdiskursen zusammenzuführen und handlungsleitend für Politik und betriebliche Praxis aufzubereiten.

Unter Beschäftigungsfähigkeit wird gemeinhin die Fähigkeit zur Partizipation am Arbeits- und Berufsleben verstanden. Die individuelle Beschäftigungsfähigkeit ergibt sich aus den Anforderungen der Arbeitswelt einerseits und den persönlichen, fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen sowie der persönlichen Gesundheit und Arbeitsfähigkeit andererseits. Die BAuA stellt in ihrer Forschung und Politikberatung zur Beschäftigungsfähigkeit das arbeitswissenschaftliche Konzept der Arbeitsfähigkeit als Basis von Employability in den Mittelpunkt und grenzt sich damit von Ansätzen ab, die nur die Arbeitsmarktverfügbarkeit, -flexibilität sowie -passung betrachten.

In der Diskussion des Konzepts "Beschäftigungsfähigkeit" setzt man in der betrieblichen Praxis zumeist auf Ansätzen des lebenslangen Lernens, einer alternsgerechten Arbeitsorganisation und –gestaltung sowie Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagement. In diesem Feld verfügt die BAuA, insbesondere im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit, über umfangreiche betriebspraktische Umsetzungserfahrungen und leistet Beiträge zur Politikberatung.

Die Idee der Beschäftigungsfähigkeit wird derzeit vor allem in Richtung eines Dachkonzepts weiterentwickelt, unter dem die betrieblichen Einzelmaßnahmen im Bereich Unternehmenskultur, Lebenslangem Lernen, betrieblichem Gesundheitsmanagement sowie von Arbeitsschutz und Arbeitsorganisation zusammengeführt und unter dem Fokus von Erhalt und Förderung der Beschäftigungsfähigkeit aufeinander abgestimmt werden.

Ansätze dazu finden sich in der Europäischen Beschäftigungsstrategie, wie sie sich in "Europa 2020" niederschlägt. Hier wird deutlich, dass die Beschäftigungsfähigkeit eine strukturelle Anforderung darstellt und nicht primär individualisiert gesehen werden kann. Die Förderung von Beschäftigungsfähigkeit setzt damit auch auf die Verantwortung der Unternehmen und des Staates, d.h. es gilt Rahmenbedingungen zu gestalten, die es Unternehmen und Beschäftigten ermöglicht, Beschäftigungsfähigkeit in ihrer jeweiligen Verantwortung zu gestalten. Beschäftigungsfähigkeit wird damit nicht nur zum Attribut von Individuen, sondern auch Unternehmen können Beschäftigungsfähig sein (oder eben auch nicht).

Die Bearbeitung des Konzepts "Beschäftigungsfähigkeit" findet in der BAuA aktuell unter den folgenden Gesichtspunkten statt:

Beschäftigtenebene:

  • Gesundheit und Arbeitsfähigkeit als Grundlage von Beschäftigungsfähigkeit
  • Analyse und Entwicklung von Konzepten zur Verbesserung der individuellen und organisationalen Gesundheitskompetenz, insbesondere mentaler Gesundheit

Unternehmensebene:

  • Recherche von "Beispielen guter Praxis" von Beschäftigungsfähigkeit, insbesondere von Randbelegschaften

Politische Ebene

  • Identifizierung von politischen Rahmenbedingen von Beschäftigungsfähigkeit
  • Analyse von Flexicurity-Ansätzen als Rahmenbedingung für Beschäftigungsfähigkeit

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