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Neue Qualität der Arbeit im Spannungsfeld von Produktivität und Arbeitsbelastung

Das 2. Symposium Strategische Beiträge zur Ganzheitlichen Arbeitsgestaltung - Neue Qualität der Arbeit im Spannungsfeld von Produktivität und Arbeitsbelastung fand am 27. Februar 2003 im Berliner Haus der Wirtschaft statt.

Im Zentrum des Symposiums stand das Thema: Planung systematischer Produktivitätsentwicklung, ohne physische und psychische Fehlbelastungen der Mitarbeiter.

Die Referenten betonten, dass Produktivitätsentwicklung einerseits und die Aktivitäten zur Reduzierung von Fehlbelastungen andererseits harmonisiert und in der Planung miteinander in Verbindung gebracht werden müssten. Immense Kosteneinsparungspotentiale liegen in der Vernetzung von Prozess- und Ablaufplanung mit den Zielen betrieblicher Gesundheitsförderung.

Das Einfachste und ökonomisch Sinnvollste sei es, die Anforderungen des Arbeitsund Gesundheitsschutzes - sofern diese in planungskonformer Form vorliegen direkt in die Planungsprozesse einzubeziehen. Damit eröffnen sich neue Chancen, von Anfang an ganzheitliche Optimierungen zu realisieren. Notwendig sei es, dass die Erfordernisse zur Reduzierung von Fehlbelastungen so vorgegeben werden, dass sie planerisch umsetzbar sind. Das heißt, dass in die Planungsprozesse die Anforderungen zur Vermeidung physischer und psychischer Fehlbelastungen sinnvoller weise in numerischer Form integriert werden und den Optimierungsprozess somit beeinflussen sollen.

Voraussetzung für die Realisierung solcher Vorgehensweisen sind Planungstransparenz und Planungsprozesse, die eindeutige Sprachen (z. B. MTM) zur Beschreibung der Arbeitsabläufe nutzen.

Mit zunehmender Ungenauigkeit und Oberflächlichkeit der Planung schwindet die Chance, eine systematische Optimierung zu erreichen und durchzusetzen.

Mit der Initiative "Neue Qualität der Arbeit" bestehen verbesserte Möglichkeiten, die Anforderungen ganzheitlicher Arbeitsgestaltung und Planung in die Praxis zu integrieren.

Zum Abschluss der Veranstaltung fand eine Podiumsdiskussion statt. Im Podium saßen Konrad Siegel (IG Metall Vorstand), Dr. Ralf Neuhaus (Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V.), Dr. Hans Fischer (Deutsche MTM-Vereinigung e. V.), Prof. Dr. Dieter Lorenz (FH Gießen), Reiner Lehr (DaimlerChrysler AG) und Prof. Bieneck (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin).

Die gesamte Tagungsleitung und auch die Moderation der Podiumsdiskussion wurde von Prof. Dieter Lorenz, Dekan der Fachhochschule Gießen-Friedberg, wahrgenommen.

 
Neue Qualität der Arbeit im Spannungsfeld von Produktivität und Arbeitsbelastung. Strategische Beiträge zur Ganzheitlichen Arbeitsgestaltung
1. Auflage. Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW Verlag für neue Wissenschaft GmbH 2003. 
(Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Tagungsbericht, Tb 136)
ISBN: 3-86509-081-8, 188 Seiten, Papier



Signaturen der BAuA-Bibliothek:
B424/GC/21; DM19/GC/21; D122/GC/21

vergriffen

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