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Untersuchung von Absturzunfällen bei Abbrucharbeiten und Empfehlungen von Maßnahmen zu deren Verhütung

Die durchgeführten Untersuchungen stützen sich auf die Auswertung von 418 Absturzunfällen, die einem Anteil von 10,7 % der aufgenommenen Arbeitsunfälle bei Abbrucharbeiten entsprechen. Die Unfälle ereigneten sich hauptsächlich in Bauunternehmungen Sachsens, Sachsen-Anhalts und Thüringens im Zeitraum 1991 bis 1997.

Die statistische Auswertung erfolgte nach verschiedenen Methoden, unter denen die Auswertung nach Ereignisbereichen, Absturzorten, Verfahrensanwendungen und Absturzhöhen die größte Aussagekraft hinsichtlich der Gewinnung von Informationen zum Ursachengefüge besitzt. Durch die Einordnung der Unfälle in eine speziell für Abstürze entwickelte Ereignisbereichsliste ist es möglich, den jeweiligen Unfalleintritt tätigkeits- und situationsbezogen zu charakterisieren. Bei den Absturzorten nehmen von der Häufigkeit her Leitern den ersten Platz ein. Bezüglich Schwere der Unfälle dominieren Abstürze durch Öffnungen aller Art.

Die sicherheitstechnische Bewertung von Abbruchverfahren setzt 2813 Verfahrensanwendungen mit 3010 Abbruchunfällen ins Verhältnis, um die Häufigkeitsverteilung der Unfälle bei Abbrucharbeiten auf Verfahrensgruppen und einzelne Verfahren ermitteln zu können. 70 % der Abstürze ereigneten sich im Höhenbereich 3,0 m, auf welchen zugleich über die Hälfte der bemerkenswerten sowie ein Fünftel der tödlichen Unfälle entfallen.

Präventionsmaßnahmen zur Verhütung von Absturzunfällen werden für die Bereiche Planung von Neubauten, Vorbereitung von Abbruchmaßnahmen, Bauausführung und Unterweisung des Personals abgeleitet.

 
Röbenack, K.-D.; Schüler, T.:
Untersuchung von Absturzunfällen bei Abbrucharbeiten und Empfehlungen von Maßnahmen zu deren Verhütung. 
1. Auflage. Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW Verlag für neue Wissenschaft GmbH 2000. 
(Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Forschungsbericht, Fb 894)
ISBN: 3-89701-557-9, 132 Seiten, Papier

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