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Kohortenstudie zum Einfluß von Dieselmotoremission auf die Lungenkrebsmortalität im Kalibergbau


Mit einer epidemiologischen Mortalitätsstudie wurde der Zusammenhang zwischen der Lungenkrebsmortalität und der langjährigen Exposition gegenüber Dieselmotoremissionen untersucht. Die von 1970 bis 1994 beobachtete Kohorte bestand aus 5536 Kalibergleuten. Zur Expositionsbewertung wurden personenbezogene Messungen des eingeatmeten Gesamtkohlenstoffs durchgeführt und multipliziert mit der Zahl der Expositionsjahre als quantitatives Expositionsmaß benutzt. Die für bestimmte Tätigkeitsgruppen repräsentativen Konzentrationen erstreckten sich von 0.12 bis 0.39 mg/m³ Gesamtkohlenstoff im Feinstaub der Atemluft. Die Berufsvorgeschichten und Daten zum Rauchverhalten wurden den Akten der arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen entnommen. Zur Feststellung der Todesursachen wurden Totenscheine verwendet. Im Beobachtungszeitraum traten 424 Sterbefälle auf, darunter 133 Fälle mit Krebs als Todesursache und 38 Lungenkrebsfälle. Das relative Risiko für Lungenkrebs betrug nach einem internen Vergleich zweier gegensätzlich exponierter Teilkohorten 2.2 (95 %-Konfidenzintervall 0.8-0.6). Mit Hilfe der Cox-Regression wurde für eine zwanzigjährige Tätigkeit an Arbeitsplätzen mit der höchsten Belastung das relative Risiko für Lungenkrebs zu 1.9 (0.6-6.2) errechnet. Die Analyse der Rauchgewohnheiten ergab, daß diese nicht als Confounder wirksam waren. Sekundärexpositionen und Selektionseffekte sind ebensowenig als Ursache für die beobachtete Risikoerhöhung anzusehen.

 
Säverin, R.; Bräunlich, A.; Enderlein, G.; Heuchert, G.:
Kohortenstudie zum Einfluß von Dieselmotoremission auf die Lungenkrebsmortalität im Kalibergbau. 
1. Auflage. Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW Verlag für neue Wissenschaft GmbH 1998. 
(Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Forschungsbericht, Fb 805)
ISBN: 3-89701-178-6, 84 Seiten, Papier



Signaturen der BAuA-Bibliothek:
D 03134/F 805; B 03134/F 805; 0800/1514

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