Software-Diversität für Steuerungen mit Sicherheitsverantwortung
Für die Sicherheit rechnergestützter Steuerungen ist die Zuverlässigkeit der zugrundeliegenden Programme von entscheidender Bedeutung. Um diese den jeweils vorliegenden Sicherheitsanforderungen anzupassen, kann man den Einsatz einer gewissen Redundanz zur Tolerierung einzelner Versagen erwägen. Im Falle eines Software-Produkts wird das hauptsächlich durch Erstellung unterschiedlicher (diversitärer) Versionen erzielt, die den gleichen Anforderungen genügen sollen. Der vorliegende Bericht untersucht die Methode der Software-Diversität im Hinblick auf verschiedenartige Aspekte. Zunächst werden die einzelnen Entwicklungs-Ebenen identifiziert, auf denen diversitäre Maßnahmen eingeführt werden können. Dazu wird jeweils analysiert, welche besondere Fehlerart dadurch toleriert werden soll. Dies ergibt insgesamt eine Klassifikation möglicher Fehlertypen sowie zugehöriger Techniken, durch die ihre Tolerierung ermöglicht wird. Allgemeine Eigenschaften diversitärer Systeme werden ebenfalls untersucht: u. a. Fragen bezüglich ihrer Prüffähigkeit, Wartbarkeit sowie anfallender Kosten. Anschließend wird ein Modell entworfen, das die Entscheidung über den diversitären Einsatz unterstützt. Die erzielten Ergebnisse werden schließlich zusammengefaßt: neben der Identifizierung einiger noch offener Fragen ergeben sie eine Reihe praktischer Anleitungen zur Beurteilung und Realisierung diversitärer Software.
Software-Diversität für Steuerungen mit Sicherheitsverantwortung.
1. Auflage. Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW Verlag für neue Wissenschaft GmbH 1992.
(Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Forschungsbericht, Fb 664)
ISBN: 3-89429-220-2, 192 Seiten, Preis: 16,50 EUR, Papier
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