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Modelle alternsgerechter Arbeit aus Kleinbetrieben und ihre Nutzungsmöglichkeiten


Der gesellschaftliche Diskurs zum demografischen Wandel betrifft derzeit vorwiegend den Zusammenhang von alternder Gesellschaft und Leistungsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme. Dabei bleibt außen vor, welche Folgen diese Entwicklung für Beschäftigte und die Leistungs- und Innovationskraft der Betriebe hat. Konzepte zur alters- und alternsgerechten Arbeit orientierten sich bis in die 90-er Jahre hinein vor allem an den Bedürfnissen und Möglichkeiten großer Unternehmen. Vorschläge altersgerechter Arbeit waren daher weitgehend an anspruchsvolle Bedingungen gebunden, die in Kleinbetrieben nicht vorausgesetzt werden können (betriebliche Expertenstäbe, differenziertes Arbeits- und Personalmanagement).

Das vorliegende Projekt stellt demgegenüber insbesondere solche betrieblichen Gestaltungslösungen vor, die an das spezifische soziale Bedingungsgefüge der handwerklich-kleinbetrieblichen Arbeitswelt anknüpfen. Dabei zeigte sich, dass es kein "Standardrezept" alter(n)sgerechter Arbeitsgestaltung gibt, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Ansatzpunkt und Maßnahmen. Welcher Weg für den Betrieb der richtige und gangbare ist, hängt von den konkreten betrieblichen Ausgangsbedingungen und Problemlagen ab. Die betrieblichen Kurzfallstudien liefern - neben der technischen Beschreibung der Lösungsvarianten - wertvolle Hinweise auf das komplexe Wechselspiel von objektiven Anforderungen und Arbeitsbedingungen, Stressoren und Belastungen, gesundheitlichen Ressourcen und subjektiven Bewältigungsmustern.

Erfolgreich praktizierte Gestaltungsansätze und -konzepte werden nach dem "Good-Practice-Konzept" modellhaft dargestellt. Empfehlungen für Interventions- und Unterstützungskonzepte ("guidelines") richten sich an intermediäre Institutionen und Multiplikatoren innerhalb des Handwerks sowie Präventions- und Gesundheitsförderungsexperten auf überbetrieblicher Ebene.

Das von der Sozialforschungsstelle Dortmund Landesinstitut in Zusammenarbeit mit der Forschungsgesellschaft für Gerontologie e. V. Dortmund und dem Bundesverband der Innungskrankenkassen, Bergisch Gladbach durchgeführte Projekt zielte auf eine Untersuchung von bereits realisierten Lösungsmöglichkeiten zum alternsgerechten Arbeiten in Handwerksbetrieben. Es wurde von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im Zeitraum von 2/2001 bis 2/2003 gefördert.

 
A. Georg, C. Barkholdt, F. Frerichs:
Modelle alternsgerechter Arbeit aus Kleinbetrieben und ihre Nutzungsmöglichkeiten. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2005. S. 145, Projektnummer: F 5187, Papier, PDF-Datei
Link zur Zusammenfassung (PDF-Datei, 105 KB)
Link zum Volltext (PDF-Datei, 1 MB)



Signaturen der BAuA-Bibliothek:
B424/MC/32, DM19/MC/32, D122/MC/32