Navigation und Service

Springe direkt zu:

Suche

Suchbegriff eingeben

040/15 vom 12. Oktober 2015

Maschine oder nicht? Das ist hier die Frage

BAuA legt Positionspapier für Laserprodukte neu auf

Dortmund - Laserprodukte vom Laserpointer bis zur Lasermaterialbearbeitungsmaschine erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Bei der Einhaltung der europäischen Sicherheitsrichtlinien stellt sich allerdings immer öfter die Frage: Welcher Vorschrift ist das Produkt zuzuordnen, handelt es sich beim jeweiligen Produkt um eine Maschine oder nicht? Denn für unterschiedliche Laserprodukte können verschiedene Regelungen gelten. 2014 veröffentlichte die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zusammen mit anderen Arbeitsschutzakteuren das Positionspapier "Laserprodukte als Maschinen im Sinne der Maschinenrichtlinie". Es dient der Feststellung, welche Vorschriften für welches Laserprodukt gelten. Nachdem das Papier während der letzten eineinhalb Jahre intensiv genutzt wurde, legt die BAuA nun zusammen mit der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) eine neue Version vor. Für die Neuauflage, die sich noch stärker auf die einschlägigen europäischen Sicherheitsrichtlinien konzentriert, sind zahlreiche Anregungen der Fachwelt diskutiert und berücksichtigt worden. Die PDF-Version ist auf den Internetseite der BAuA verfügbar unter www.produktsicherheitsportal.de.

Die Auswahl an Laserprodukten ist beachtlich. Sie reicht von Lasermaterialbearbeitungsmaschinen, die beispielsweise Stahlbleche schneiden können, über Projektionslaser bis hin zu Laserpointern, die vielfach auch im Verbraucherbereich eingesetzt werden. Je nach Art des Produkts können verschiedene Anforderungen des europäischen Rechts greifen. Dazu gehören beispielsweise die europäischen Regelungen nach Maschinenrichtlinie, Niederspannungsrichtlinie oder Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen der allgemeinen Produktsicherheit sowie deren nationale Umsetzungen. In der Praxis bestehen jedoch häufig Unsicherheiten darüber, welche Vorschriften für welche Laserprodukte gelten.
Mithilfe einer tabellarischen Übersicht typischer Laserprodukte und der relevanten Sicherheitsvorschriften erleichtert das Positionspapier von BAuA und BG ETEM die Zuordnung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Frage, welche dieser Produkte der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG unterliegen. Ein Anhang enthält zusätzliche Erläuterungen und Begründungen sowie Literaturhinweise. Damit eignet sich das Papier als Handlungshilfe sowohl für Akteure im Bereich Konstruktion und Bau, für Einkäufer und Verwender von Laserprodukten als auch für die Marktüberwachungsbehörden, Aufsichtsdienste der Unfallversicherungsträger oder Prüfstellen.

Am 29. Oktober um 14.50 Uhr stellen BAuA-Experten das neue Interpretationspapier auf dem Internationalen Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin A+A in Düsseldorf vor.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

Zusatzinformationen

Pressestelle 

So erreichen Sie uns:

Jörg Feldmann
Pressereferent
Tel. 0231 9071-2330
Fax 0231 9071-2362