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039/15 vom 9. Oktober 2015

Ergebnisse des BAuA-Workshops "Elektromagnetische Felder an Arbeitsplätzen"

Europäische Arbeitsschutzrichtlinie "Elektromagnetische Felder" umsetzen

Dortmund - Die Zeit läuft. Bis zum 1. Juli 2016 muss die europäische Arbeitsschutzrichtlinie 2013/35/EU über Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor Gefährdungen durch elektromagnetische Felder (EMF) auch in Deutschland in nationales Recht überführt werden. Vor diesem Hintergrund veranstaltete die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im September 2015 den Workshop "Elektromagnetische Felder an Arbeitsplätzen" in Berlin. Die nationale Umsetzung der Richtlinie in eine Arbeitsschutzverordnung und ein zugehöriges Technisches Regelwerk werden die gegenwärtig gültige Unfallverhütungsvorschrift DGUV 15 "Elektromagnetische Felder" ablösen. Die Veranstaltung gab einen aktuellen Überblick über Aspekte der Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten, die bei der Arbeit elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind. Nun stehen autorisierte Versionen ausgewählter Vorträge online zur Verfügung unter www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Elektromagnetische-Felder/EMF-Arbeitsplaetze-2015.html.

Zur Diskussion über die neue europäische Richtlinie und die mit ihr verbundenen Konsequenzen trafen sich in Berlin etwa 50 Teilnehmende und Referenten. Darunter waren Sicherheitsingenieure, Arbeitsmediziner, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Vertreter der Berufsgenossenschaften, Unternehmer aus unterschiedlichen Branchen, Wissenschaftler und Behördenvertreter. In vier Vorträgen setzten die Referentinnen und Referenten verschiedene thematische Schwerpunkte. Zunächst wurden die Festlegungen der EMF-Richtlinie dargestellt und mögliche Konsequenzen durch die nationale Umsetzung des im Vergleich zur DGUV Vorschrift 15 abweichenden Grenzwertkonzeptes der EU-Richtlinie aufgezeigt. Der nachfolgende Beitrag erörterte den Stand des zur Richtlinie gehörigen EU-Leitfadens. Dieser nicht verbindliche Leitfaden soll die Umsetzung der Richtlinie erleichtern und spätestens im Januar 2016 von der Europäischen Kommission bereitgestellt werden. Speziell für gepulste Felder wurden anschließend Verfahren zur Gefährdungsbeurteilung und deren Anwendbarkeit in der Praxis detailliert erläutert und intensiv diskutiert. Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops lag auf der Beurteilung der Sicherheit von Implantatträgern an Arbeitsplätzen mit EMF.

Weiterführende Informationen gibt es auf dem Internationalen Kongress für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin A+A am 27. Oktober 2015 in Düsseldorf. Dort erwartet die Besucher von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr ein Vortragsprogramm über elektromagnetische Felder am Arbeitsplatz.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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