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036/15 vom 30. September 2015

Gebrauchstauglichkeit von Feuerwehrschutzkleidung bewerten

Kennwerte zur Produktbewertung entwickelt

Dortmund - Für die Einsatzkräfte der Feuerwehr ist es wichtig, dass die persönliche Ausrüstung den bestmöglichen Schutz und einen hohen Tragekomfort bietet und zudem lange Einsatzzeiten ermöglicht. Die Anforderungen an die Einsatzkräfte steigen kontinuierlich. Ebenso nimmt der Funktionsumfang von Feuerwehrschutzkleidung stetig zu, so dass deren Bewertung immer komplexer wird. Während die sicherheitstechnische Prüfung von Feuerwehrschutzkleidung seit langem umfangreich sichergestellt ist, fehlt ein ganzheitlicher, kontextbezogener Bewertungsansatz für die Gebrauchstauglichkeit. Mit dem Bericht "Entwicklung eines Bewertungsansatzes für die Gebrauchstauglichkeit von Feuerwehrschutzkleidung" stellt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) einen geeigneten Ansatz vor und zeigt zugleich Zielkonflikte bei der praktischen Anwendung auf.

Die Entwicklung des Bewertungsansatzes berücksichtigte Anforderungen des Nutzerkontextes, Praxiserfahrungen von Nutzern und Fachkenntnisse von Experten im gleichen Maß. Um die Gebrauchstauglichkeit bewerten zu können, müssen die Elemente des konkreten Nutzungskontextes identifiziert, beschrieben und in ihren Strukturen verstanden werden. Daher bildet eine empirische Studie die Grundlage für die Darstellung des Prüf- und Bewertungsprozesses für die Gebrauchstauglichkeit von Feuerwehrschutzkleidung. In der praxisnahen Studie wurden in Benutzertests Kennwerte zur Produktbewertung, wie zum Beispiel Nutzerurteile, Beweglichkeits- und Klimaempfinden, an fünf Schutzkleidungstypen generiert.

Im Zusammenwirken mit der Prüfung der Schutzleistung stellt die Bewertung der Gebrauchstauglichkeit einen erheblichen Mehrwert für den Einsatz von Feuerwehrschutzkleidung dar. Erst die systematische Einbindung von Experten und Nutzern in Entwicklungs- und Bewertungsprozesse kann gewährleisten, dass Einsatzkräfte in sicherer Schutzausrüstung ihrer Arbeitsaufgabe ohne Beeinträchtigungen effizient, effektiv und zufriedenstellend nachkommen können.

Der entwickelte Bewertungsansatz kann zwar aufgrund seines umfassenden Anspruchs keinen Produktschnelltest darstellen, vielmehr zeichnet er sich insbesondere durch die strukturierte Beteiligung von Nutzern und Experten aus. Deshalb kann er generell als eine geeignete Methode für die Produktbewertung angesehen werden. Zielgruppen sind dabei neben Produzenten, Experten und Wissenschaftlern auch Feuerwehren, die sich mit dieser Thematik beschäftigen.

"Entwicklung eines Bewertungsansatzes für die Gebrauchstauglichkeit von Feuerwehrschutzkleidung."; Tobias Bleyer; 1. Auflage; Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2015; ISBN: 978-3-88261-151-9; 215 Seiten. Den Bericht gibt es im PDF-Format im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/publikationen.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 700 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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