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014/14 vom 27. Februar 2014

Broschüre: Gefährdung durch manuelle Arbeit beurteilen

BAuA überarbeitet Leitmerkmalmethode "Manuelle Arbeitsprozesse"

Berlin - In der Arbeitswelt gibt es viele Tätigkeiten, die Finger, Hände und Arme belasten. Beanspruchende, sich ständig wiederholende manuelle Arbeit kann zu Verschleiß und Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems führen. Um diese Gefährdungen praxisnah zu beurteilen, hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die Leitmerkmalmethode "Manuelle Arbeitsprozesse" erarbeitet. Die jetzt veröffentlichte vierte Auflage der BAuA-Broschüre "Manuelle Arbeit ohne Schaden - Grundsätze und Gefährdungsbeurteilung" enthält eine wesentlich erweiterte Handlungsanleitung mit vielen Beispielen.

Mit der Leitmerkmalmethode "Manuelle Arbeitsprozesse" lassen sich die wichtigsten Arbeitsanforderungen manueller Arbeit erfassen und die Höhe der physischen Gesamtbelastung bewerten. Sie eignet sich besonders für Praktiker, denn sie kommt ohne aufwändige Berechnungen aus. Beurteilt werden Tätigkeiten, die unter anderem mit überwiegender Belastung des Finger-Hand-Arm-Bereichs, mit häufigen Wiederholungen und Geschicklichkeit verbunden sind.

Mithilfe eines Fragebogens wird beispielsweise erfasst, welche Handgriffe wie oft ausgeführt werden, um welche Art der Kraftausübung es sich handelt und welche Hand-Arm-Stellung sowie Körperhaltung eingenommen wird. Illustrationen verdeutlichen den Ablauf der einzelnen Schritte. Zusätzlich erleichtern zahlreiche Referenzbeispiele die Beurteilung. Die Leitmerkmalmethode der BAuA verwendet für die Risikobewertung ein Ampelmodell, das in den Farben Grün, Gelb und Rot eine Aussage über die Wahrscheinlichkeit des Auftretens gesundheitlicher Risiken bei manueller Tätigkeit liefert. Erstmals im Jahr 2007 entwickelt, ist die Leitmerkmalmethode sowohl wissenschaftlich bestätigt als auch erfolgreich betrieblich erprobt.

Für die Gefährdungsbeurteilung sind keine ergonomischen Spezialkenntnisse nötig, jedoch müssen detaillierte Kenntnisse über die zu beurteilende Tätigkeit vorhanden sein. Nur so lässt sich eine verlässliche Beurteilung durchführen. Die aktuelle Broschüre der BAuA leistet hierbei wichtige Hilfestellung, da sie mit vielen Abbildungen die Vorgehensweise der Gefährdungsbeurteilung erläutert und damit die Beurteilung erleichtert. So lässt sich schnell erkennen, wo Gefährdungen vorhanden sind und wie sie beseitigt werden können.

"Manuelle Arbeit ohne Schaden - Grundsätze und Gefährdungsbeurteilung"; Ulf Steinberg, Falk Liebers, André Klußmann; 4. Auflage, Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2014; ISBN: 978-3-88261-009-3; 48 Seiten. Eine Version im PDF-Format zum Herunterladen steht unter: www.baua.de/publikationen

Mehr Informationen zu den Leitmerkmalmethoden der BAuA und den dazugehörigen Arbeitsblättern gibt es unter www.baua.de/leitmerkmalmethoden.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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