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003/14 vom 17. Januar 2014

Aktuell: Wann sind Laserprodukte Maschinen?

BAuA veröffentlicht Interpretationspapier für Laserprodukte

Dresden - Nicht nur in Forschung und Industrie sondern auch im Verbraucherbereich gibt es wegen der raschen technischen Entwicklung immer mehr Laserprodukte. Angesichts ihres Gefährdungspotenzials müssen diese sicher sein. Je nach Produkt gelten besondere Regelungen. Das Interpretationspapier "Laserprodukte als Maschinen im Sinne der Maschinenrichtlinie", das die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt veröffentlicht hat, hilft festzustellen, welche Vorschriften für welches Laserprodukt gelten. Das Dokument, das ein Expertenkreis aus der BAuA, der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BGETEM) und dem Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) erstellte, steht als PDF auf der Internetseite der BAuA unter www.baua.de/laserprodukte.

Die Auswahl an Laserprodukten ist beachtlich. Sie reicht von Laserbearbeitungsmaschinen, die beispielsweise Stahlbleche schneiden können, über Projektionslaser und Laserwasserwaagen bis hin zu Laserschutzkabinen. Je nach Art des Produktes können verschiedene Anforderungen des europäischen Rechts greifen. Dazu gehören beispielsweise die Anforderungen nach Maschinenrichtlinie, Niederspannungsrichtlinie oder allgemeine Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen - auch nach der allgemeinen Produktsicherheitsrichtlinie, die in Deutschland durch das Produktsicherheitsgesetz umgesetzt wurde. In der Praxis bestehen jedoch Unsicherheiten darüber, welche Vorschriften für welche Laserprodukte gelten.

Wesentlicher Bestandteil des Interpretationspapiers ist eine tabellarische Übersicht über typische Laserprodukte und die relevanten Vorschriften, die ihre Sicherheit gewährleisten. Dabei liegt der Schwerpunkt bei der Fragestellung, welche dieser Produkte der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG unterliegen. Ein Anhang enthält zusätzliche Erläuterungen und Begründungen sowie Literaturhinweise. Damit eignet sich das Papier als Handlungshilfe sowohl für Akteure im Bereich Konstruktion und Bau, für Einkäufer und Verwender von Laserprodukten als auch für die Marktüberwachungsbehörden, Aufsichtsdienste der Berufsgenossenschaften oder Prüfstellen.

Das Interpretationspapier "Laserprodukte als Maschinen im Sinne der Maschinenrichtlinie" gibt es auf der BAuA-Internetseite im PDF-Format unter www.baua.de/laserprodukte.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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