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080/13 vom 19. Dezember 2013

Forschung: Mechanik von Bewegungssegmenten der Wirbelsäule untersucht

BAuA-Studie zur Wirkung von Ganzkörperschwingungen

Berlin - Ganzkörpervibrationen können potenziell Schmerzen im unteren Bereich der Wirbelsäule - dem Lumbalbereich - auslösen. Um einen Zusammenhang zwischen Ganzkörpervibrationen und interner Überlastung der Wirbelsäule zu untersuchen, muss das mechanische Verhalten der Segmente der Wirbelsäule bekannt sein. Mit dem Bericht "Mechanik von Wirbelsäulenbewegungssegmenten - Abhängig von Lastrichtung, Alter und Geschlecht" liefert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Daten, die das Verhalten von Segmenten der unteren Wirbelsäule im Belastungstest beschreiben.

Die Untersuchung der BAuA zielte darauf ab, den Einfluss von Lastfrequenz und -größe der Schwingungen auf die Steifigkeit und den Einfluss der Lastgröße auf die Dauerfestigkeit der Wirbelsäulensegmente zu ermitteln. Die Versuche wurden an Bewegungssegmenten dreier Spendergruppen - Mittelalt-Männlich, Mittelalt-Weiblich und Jung-Männlich - durchgeführt. Sechs Präparate wurden auf ihre Bruchfestigkeit getestet, um Vergleiche mit publizierten Daten zu ermöglichen. 36 Präparate wurden zyklisch belastet.

Die Ergebnisse zur Bruchfestigkeit lassen sich mit Daten aus anderen Studien vergleichen. Die Ergebnisse aus den verschiedenen Tests zur Dauerbelastung durch Ganzkörpervibrationen liefern eine Datenbasis, um Rechenmodelle aufstellen zu können. Damit lassen sich Bedingungen abschätzen, die zu einem Verschleiß oder Schädigungen der unteren Wirbelsäule führen können.

"Dependence of spinal segment mechanics on load direction, age and gender"; Katrin Nagel, Anke Klein, Klaus Püschel, Michael M. Morlock, Gerd Huber; 1. Auflage. Dortmund; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2013; ISBN: 978-3-88261-008-6; 108 Seiten. Den Bericht in englischer Sprache gibt es als PDF unter www.baua.de/publikationen.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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