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067/13 vom 17. Oktober 2013

Fakten: Schutz vor Laserattacken verbessern

Vorträge des BAuA-Workshops zur Blendung durch Laser

Dortmund - 2012 wurden in Deutschland rund 460 Laserattacken registriert, Tendenz steigend. Beim Workshop "Blendung durch Laserstrahlung", der Mitte September in Dortmund stattfand, bilanzierten rund 60 Fachleute und Betroffene den aktuellen Stand von Forschung und möglichen Schutzmaßnahmen. Die Vorträge des Workshops, den die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und die Fachhochschule Köln gemeinsam ausrichteten, können jetzt unter www.baua.de abgerufen werden.

Schutz vor Blendung durch Laserstrahlung ist Arbeitsschutz. Auch die Verordnung künstliche optische Strahlung (OStrV) fordert, dass eine Gefährdungsbeurteilung alle indirekten Auswirkungen der Strahlung berücksichtigen muss. Dabei stellt der Missbrauch von Laserpointern durch gezielte Attacken auf Fahrzeuge und Menschen ein großes Problem dar. Angesichts immer leistungsstärkerer Laser ist nicht nur eine Blendung sondern auch eine direkte Schädigung der Augen über immer größere Distanzen möglich. Mittlerweile sind Laserangriffe ein Hauptrisiko für Piloten.

Die Ergebnisse des BAuA-Projekts "Blendung durch künstliche optische Strahlung unter Dämmerungsbedingungen" zeigen, dass die Pupillenreaktion keinen ausreichenden Schutz vor Blendung bietet. Untersuchungen zur funktionalen Abhängigkeit der Blendung zeigen, dass bereits kurzzeitige Blendung mit geringer Laserleistung Sehstörungen verursacht, die zu Bedienfehlern im Cockpit oder an Maschinen führen können. Damit wird deutlich, dass Blendung eine große Gefährdung darstellen kann.

Ausführliche Informationen geben die Präsentationen der Vorträge und die Zusammenfassung der Ergebnisse des Workshops unter der Adresse www.baua.de/dok/4413766 im Internetangebot der BAuA.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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Pressereferent
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