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056/13 vom 29. August 2013

Veranstaltung: BAuA informiert über Methoden der sozioökonomischen Analyse

Sozioökonomische Analyse unter REACH für die Praxis

Dortmund - Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitmedizin (BAuA) lädt am 5. November zur Diskussion und zum Informationsaustausch rund um das Thema sozioökonomische Analyse (SEA) ein. Dabei stehen "Methoden der sozioökonomischen Analyse und deren praktische Umsetzung unter REACH" im Mittelpunkt der Veranstaltung in Dortmund. Besonders werden die Aspekte von Nutzen und Risiken bei der spezifischen Verwendung eines Stoffes betrachtet.

In Kürze dürfen die ersten Stoffe mit besonders gefährlichen Eigenschaften (SVHC) nicht mehr verwendet werden, wenn sie keine formale Zulassung erhalten haben. Soll der chemische Stoff weiter eingesetzt werden, muss er das Zulassungsverfahren unter dem europäischen Chemikalienrecht REACH durchlaufen. Dabei hat der Antragsteller eine sozioökonomische Analyse (SEA) durchzuführen, um Nutzen und Risiken der weiteren Verwendung abzuwägen. Die Veranstaltung gibt eine Einführung in die Methoden der SEA. Zudem erhalten die Teilnehmer Hinweise für die Anwendung dieses Wissens auf konkrete Chemikalien, um eine eigene SEA zu erstellen.

Angesprochen sind Unternehmen, die Zulassungsanträge einreichen wollen, sowie Behördenvertreter, Verbände und Beratungsunternehmen, die Unternehmen im Zulassungs- und Beschränkungsverfahren bei der Erstellung einer SEA beraten und unterstützen.

Für die Veranstaltung wird eine Teilnahmegebühr von 145 Euro erhoben. Die Anmeldefrist läuft am 28. Oktober ab. Weitere Informationen gibt es unter www.baua.de/termine.

Hintergrund REACH und Zulassung

Das neue europäische Chemikalienrecht REACH will Beschäftigte, Verbraucher und Umwelt besser schützen. Mit dem Zulassungsverfahren wurde unter REACH ein völlig neues Verfahren zum Risikomanagement von gefährlichen Industriechemikalien eingeführt.
Zweck des Zulassungsverfahrens ist es, die von besonders besorgniserregenden Stoffen ausgehenden Risiken zu beherrschen als auch der schrittweise Ersatz dieser sogenannten "Substances of very high concern" (SVHC) durch geeignete Alternativstoffe oder -technologien. Vor der Aufnahme in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe, den Anhang XIV, werden diese SVHC-Stoffe zunächst in einem komplexen Verfahren identifiziert und priorisiert. Eine Zulassungspflicht besteht jedoch erst dann, wenn ein Stoff im Anhang XIV aufgeführt ist und dieser nach Ablauf einer entsprechenden Übergangsregelung verwendet oder zur Verwendung in den Verkehr gebracht werden soll. Für 11 der 14 Stoffe, die zurzeit im Anhang XIV stehen, endet im Jahr 2013 die Frist zur Antragstellung. Für zwei Stoffe endet im August 2014 die Verwendungs- beziehungsweise Vermarktungserlaubnis, wenn keine Zulassung vorliegt ("sunset date").

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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