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030/13 vom 29. April 2013

Veranstaltung: Leise Maschinen - Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Gesundheitsschutz

Internationaler Workshop zu Ergebnissen aus BAuA-Projekt

Dortmund - Vier von fünf Betriebsanleitungen von Maschinen entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderungen zum Lärm, weil die Geräuschemissionsangabe fehlt oder unbrauchbar ist. Dies ist nur ein Ergebnis der europäischen NOMAD (Noise Machinery Directive) Studie, die die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Institute National de Recherche et de Securité (INRS) und 14 Mitgliedstaaten der EU in Abstimmung mit der europäischen Kommission durchgeführt haben. Vor dem Hintergrund der Studie lädt das "ADCO (Advisory Committee) Maschinen" zum Workshop "Leise Maschinen – Steigerung von Wettbewerbsfähigkeit und Gesundheitsschutz" ein. Er findet am Dienstag, 18. Juni, in Brüssel statt.

Lärm lässt sich am besten an der Quelle bekämpfen, beispielsweise durch den Einkauf leiser Maschinen. Doch Einkäufern wird es nicht leicht gemacht, wie die Ergebnisse der NOMAD-Studie zeigen. Das Projekt unter Leitung der BAuA und des INRS untersuchte über 1.500 Angaben zur Geräuschemission und Lärmminderung aus Betriebsanleitungen von etwa 40 verschiedenen Maschinenfamilien. Das erschreckende Ergebnis: 80 Prozent aller Angaben zum Lärm von Maschinen entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderungen. Bei mehr als jeder achten erfassten Betriebsanleitung fehlte eine Angabe zur Geräuschemission völlig. Dabei schnitten die im Anhang IV der Maschinenrichtlinie aufgeführten besonders gefährlichen Maschinen nicht wesentlich besser ab.

Der Workshop in Brüssel stellt Ergebnisse und mögliche Konsequenzen aus der NOMAD-Studie vor. Zudem gibt er einen Überblick über die gesetzlichen Anforderungen an Hersteller und Arbeitgeber. Beispiele guter Betriebsanleitungen sowie Erfahrungen von Herstellern und Anwendern runden das Vortragsprogramm ab. Eine Podiumsdiskussion befasst sich mit den Vorteilen einer belastbaren Geräuschemissionsangabe für die Gefährdungsbeurteilung und die Lärmminderung im Betrieb sowie für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die Gesundheit der Beschäftigten. Das gesamte Programm gibt es unter www.baua.de/termine.

Die Teilnahme am Workshop, der simultan in die deutsche, englische, französische und spanische Sprache übersetzt wird, ist kostenfrei. Angesprochen sind Maschinenhersteller, Arbeitgeber, Einkäufer von Maschinen, Behörden, notifizierte Stellen und Akteure im Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Weitere Informationen per E-Mail an ; Anmeldungen bis zum 10. Juni per E-Mail an .

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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