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025/13 vom 18. April 2013

Veranstaltung: Betriebssicherheitsmanagement als sinnvolle Vernetzung

Diskussion in der BAuA über neue Aufgabenprofile der Sifa

Dortmund - Schon heute muss die Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa) im betrieblichen Alltag etliche Zusatzaufgaben übernehmen. Durch das neue Konzept des Betriebssicherheitsmanagements kann sich ihre Rolle vom Berater zum Manager wandeln. Es gibt jedoch keine Einheitslösungen, sondern individuelle Lösungen, die sich an der Art des Betriebes orientieren. Dabei kann das Sicherheitsmanagement bereits für Betriebe mit 50 bis 60 Beschäftigten sinnvoll sein. Dies sind nur einige Ergebnisse der Veranstaltung "Die Fachkraft für Arbeitssicherheit und das Betriebssicherheitsmanagement", die am 15. April in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund stattfand.

Rund 70 Fachleute waren der Einladung von BAuA und International Security Academy (ISA) gefolgt, um sich über Modelle und Umsetzungen des Betriebssicherheitsmanagements in verschiedenen Unternehmen zu informieren. Schutz- und Sicherheitsaufgaben sind im Unternehmen nicht immer vollständig aufbereitet, nicht einheitlich definiert und nicht sinnvoll abgegrenzt. Sehr oft sind die Bereiche Safety wie Arbeits-, Brand- oder Umweltschutz und die Bereiche Security wie Werkschutz voneinander getrennt. Es fehlt ein Gesamtkonzept und eine übergeordnete Koordination. Aufgrund mangelnder Abstimmung bleiben Rationalisierungspotenziale und die Chance zur effektiven Gefahrenabwehr ungenutzt. Das Betriebssicherheitsmanagement eröffnet die Möglichkeit einer ganzheitlichen Gefährdungsbeurteilung, um sinnvolle und wirtschaftlich wirksame Maßnahmen abzuleiten. Damit ergibt sich die Chance, die Arbeitssicherheit nachhaltig in den Betriebsprozess zu integrieren. Beispiele aus Unternehmen zeigten, dass sich solche Systeme verwirklichen lassen.

Mittlerweile werden verschiedene Studiengänge zum Betriebssicherheitsmanagement angeboten. Hier sollten jedoch die Lerninhalte angepasst werden. Zudem bringen die zusätzlichen Aufgaben im Sicherheitsmanagement auch einen Wechsel im Rollenverständnis der Sifas mit sich. Statt zu beraten, müssen sie verstärkt Prozesse begleiten und verantwortlich managen. Andererseits haben sie gesetzlich verankerte Aufgaben und unterstützen das Topmanagement. Deshalb könnte sich der Sicherheitsingenieur besonders eignen. Letztlich kommt es aber auf die Anforderungen des Unternehmens an, ob Safety oder Security die Aufgabe der Koordination übernehmen wird.

Alle Vorträge der Veranstaltung werden zeitnah unter www.baua.de und www.isaev.de ins Internet gestellt.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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