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023/13 vom 4. April 2013

Aktuell: Bundesstelle für Chemikalien bei der BAuA führt Online-Befragung zu REACH durch

Sind deutsche Unternehmen ausreichend auf REACH vorbereitet?

Dortmund - Mit einer Online-Befragung sucht die Bundesstelle für Chemikalien bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nach Verbesserungsmöglichkeiten im REACH-Prozess. Hintergrund für die Befragung, an der sich alle Akteure des Prozesses beteiligen können, ist die laufende Überprüfung des europäischen Chemikalienrechts REACH. Die Ergebnisse sollen die Bundesregierung in der europäischen Debatte um den Revisionsprozess unterstützen.

REACH funktioniert, Änderungen der Verordnung seien nicht erforderlich – zu diesen Ergebnissen kommt ein Bericht zur Überprüfung der REACH-Verordnung, den die Europäische Kommission im Februar 2013 veröffentlicht hat. Zugleich stellt die Kommission fest, dass die Industrie ihre Pflichten noch nicht in dem Maße erfüllt, wie es die Verordnung vorsieht. Insbesondere bemängelt der Bericht die Qualität der Registrierungsdossiers, aber auch die der Sicherheitsdatenblätter.

Die deutsche Industrie trägt die wesentliche Last der Registrierungen in der Europäischen Union (EU). Deshalb stellt sich das Bundesumweltministerium die Frage, ob deutsche Unternehmen ausreichend auf ihre Pflichten unter REACH vorbereitet sind. Zudem ist offen, ob die Hilfestellungen der europäischen und nationalen Behörden ausreichend und zielführend genug sind, damit Unternehmen ihre Pflichten zufriedenstellend umsetzen können.

Die Umfrage der Bundesstelle für Chemikalien ermöglicht allen Beteiligten am REACH-Prozess, die vorliegenden Ergebnisse der Überprüfung von REACH persönlich einzuschätzen. Der online auszufüllende Fragebogen bezieht sich dabei auf ausgewählte Themenbereiche des Kommissionsberichts sowie der zugrunde liegenden Studienberichte. Zum einen können verschiedene Aussagen aus den Berichten bewertet werden, es besteht darüber hinaus aber auch die Möglichkeit, eigene Vorschläge einzubringen. Die Ergebnisse dieser Umfrage dienen dazu, den Revisionsprozess von Seiten der Bundesregierung in der EU-Debatte zu begleiten. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist in anonymisierter Form geplant.

An der Umfrage können alle an REACH beteiligten Kreise teilnehmen. Sie wird in der Zeit vom 3. April bis zum 3. Mai 2013 durchgeführt. Die Bearbeitung des Fragebogens dauert etwa 30 Minuten und kann unter folgender Adresse gestartet werden: https://www.webropolsurveys.com/S/FD20FB75C1DF9691.par

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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