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068/12 vom 14. Dezember 2012

Aktuell: BAuA koordiniert Entwicklung einer S3-Leitlinie über chronische Berylliose

Empfehlungen für Arbeitsmediziner zu Umgang und Prävention

Berlin - Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat die Arbeit an einer S3-Leitlinie über chronische Berylliose (CBD) koordiniert, der ersten arbeitsmedizinischen S3-Leitlinie überhaupt. Sie soll helfen, Entscheidungen hinsichtlich der Ursachen und Prävention dieser Erkrankung zu treffen. Risiken tragen Beschäftigte, die bei ihrer Arbeit dem Beryllium und seinen Legierungen ausgesetzt sind. Verwendung findet das Leichtmetall beispielsweise bei Computerbauteilen, in der Automobilindustrie oder in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Durch die berufliche Beryllium-Exposition kann es zu einer chronischen Berylliose bei Menschen kommen.

Die S3-Leitlinie, eine medizinische Leitlinie, wurde unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin (DGAUM) erstellt. Ziel dieser Leitlinie ist es, evidenzbasierte Empfehlungen zu geben im Umgang mit Personen, die beruflich einer Beryllium-Exposition ausgesetzt sind oder bei Personen mit Verdacht auf CBD, die Symptome zeigen. Entscheidungen in der arbeitsmedizinischen Vorsorge sollen so auf eine rationale Basis gestellt werden. Dabei geht es inhaltlich in der Leitlinie um die CBD mit Beryllium-Sensibilisierung, andere Erkrankungen wie die akute Berylliose und die Beryllium-induzierte Dermatitis sind ausdrücklich nicht gemeint. Die Leitlinie beantwortet Fragen zur Exposition und gibt Empfehlungen zu Fragen der Diagnostik, Dosis-Wirkungsbeziehung und Prognose. Die Empfehlungen richten sich an Mediziner aller Versorgungsbereiche, insbesondere der Arbeitsmedizin, und an die Kooperationspartner der Ärzteschaft.

Die Leitlinie wurde in einer Gruppe entwickelt, die sich aus Experten der DGAUM, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin, der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, dem Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte, der BAuA sowie weiteren Leitlinienautoren zusammensetzte. Ab sofort steht die Leitlinie als Lang- und Kurzfassung im Internetangebot der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften unter www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/002-032.html.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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