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066/12 vom 7. Dezember 2012

Forschung: Entwicklung von Schwingungsmodellen

BAuA-Studie zum Schutz vor Vibrationen von Arbeitsmaschinen

Dresden - Viele Beschäftigte in Deutschland arbeiten an Maschinen, die sie erheblichen Schwingungen aussetzen. Für den Arbeitsschutz ist es von großer Bedeutung sie vor diesen Vibrationen ausreichend zu schützen. Dazu hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) nun einen Bericht mit dem Titel "Praxisnah ermittelte Impedanzverläufe zur Nutzung für biomechanische Modellierungen der beiden menschlichen Hand-Arm-Systeme" veröffentlicht. In ihm beschreiben die Forscher präventive Maßnahmen für Arbeiter, die ständigen Vibrationen ausgesetzt sind.

Wer regelmäßig mit Maschinen wie Bohrhämmern, Schlagbohrmaschinen oder Formsandstampfern arbeiten muss, bekommt die Kraft solcher Geräte zu spüren. Bei der Arbeit kommt es zu starken Schwingungen, die auf den ganzen Körper wirken. Besonders Hände und Arme sind betroffen, häufig sind Knochen- und Gelenkerkrankungen die Folge. Im Sinne des Arbeitsschutzes wird nach geeigneten Maßnahmen gesucht, die Betroffenen vor diesen Vibrationen zu schützen. Eine Möglichkeit hierbei ist die Trennung von Mensch und Maschine. Dazu müssen jedoch die mechanischen Eigenschaften von Armen und Händen der Menschen exakt nachgebildet werden. Wie sich mit Hilfe von Schwingungsmodellen Systeme entwickeln lassen, die diese Eigenschaften aufweisen, beschreibt der BAuA-Forschungsbericht.

Für die Nachbildung wurden mit den Beschäftigten Messungen durchgeführt, die deren mechanische Antwort auf die Vibration zeigen. Das anatomienahe Schwingungsmodell, das sich dank der BAuA-Studie entwickeln lässt, kann deshalb auch noch auf andere Weise genutzt werden. Wird bei den Beschäftigten regelmäßig berufsbegleitend nachgemessen, können entsprechende Kurven über die Änderung der mechanischen Antwort erstellt werden. Damit wird die Belastung der Arbeiter deutlich und gleichzeitig kann so frühzeitig festgestellt werden, ob weitere klärende Untersuchungen sinnvoll sind, um Gefährdungen für die Beschäftigten auszuschließen.

"Praxisnah ermittelte Impedanzverläufe zur Nutzung für biomechanische Modellierungen der beiden menschlichen Hand-Arm-Systeme", J. Kinne; 1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2012; 128 Seiten. Der Bericht kann im PDF-Format unter der Adresse www.baua.de/publikationen von der BAuA-Homepage heruntergeladen werden.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

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