Navigation und Service

Springe direkt zu:

Suche

Suchbegriff eingeben

Erweiterte Suche

019/12 vom 16. April 2012

Service: Broschüre fürs Einkaufen auf die sichere Tour

Echte Schnäppchen erkennen. Riskante Fehlkäufe vermeiden

Dortmund - "Billig kauft doppelt" oder "Billig kann ich mir nicht leisten" - diese Sprüche kennt jeder. Gemeint sind Schnäppchen und Kaufgelegenheiten, die selbst ihren Niedrigstpreis nicht wert sind, weil sie schon kurz nach dem Kauf nicht mehr funktionieren. "Neuschrott" eben. Allerdings gibt es auch solide Produkte, die preisreduziert ein echtes Schnäppchen sind. Nur: Wie lässt sich im Geschäft das eine vom anderen unterscheiden? Konkrete Tipps für solche alltäglichen Einkaufssituationen haben die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und die Aktion "Das Sichere Haus" (DSH) in der 40 Seiten starken Broschüre "Gefährliche Produkte in Haushalt und Freizeit" zusammengefasst. 14 Produkte und Produktgruppen werden darin vorgestellt.

Unsichere elektrische Geräte bergen das Risiko eines Stromschlages und eine erhöhte Brandgefahr. Im Schwerpunktthema "Strom" nimmt das "Schwarzbuch" deshalb Geräte wie Steckerleisten, Reiseadapter, Lichterketten oder Wasserkocher unter die Lupe. Dabei zeigt sich, dass ähnliche Produkte noch lange nicht gleich sicher sind. Zum Beispiel die Steckerleiste: Im Geschäft greift man schnell zum billigsten Produkt. Doch schon eine kurze Prüfung zeigt, warum es Preisunterschiede gibt: Billige Produkte sparen oft am Material. Dünne, unflexible Kabel, die sich einfach zwischen zwei Fingern zusammendrücken lassen, poröse, brüchige Isolierungen, fehlende Zugentlastungen oder Schutzleiterkontakte, die nicht federnd ausgeführt sind, deuten auf Sparsamkeit hin, die auf Kosten der Sicherheit geht.

Von solchen Produkten geht die Gefahr eines Kurzschlusses oder eines Stromschlages aus. Fehlen Prüfzeichen wie VDE oder GS (steht für "geprüfte Sicherheit") oder gibt es keine Angaben zum Hersteller oder Importeur, sollten Qualität und Sicherheit des Produktes in Frage gestellt werden. "Strom ist ein eher sperriges Thema, bei dem der Laie nicht auf Anhieb weiß, wovon die Rede ist. Deshalb sind alle in der Broschüre beschriebenen Produkte reich bebildert", sagt Dr. Hans-Jörg Windberg von der BAuA. "Das macht es dem Verbraucher leicht, sofort zu sehen, wo riskante Stellen lauern. Echte Schnäppchen sind dann sicher zu erkennen", sagt der Mit-Autor der Broschüre.

Schlampige Verarbeitung und minderwertige Materialien sind das eine, die Risiken, die aus Plagiaten und Produktpiraterie folgen, das andere. Bei Markenwerkzeug zum Beispiel verlässt sich der Käufer auf die hochwertige Ausführung und zahlt dafür einen höheren Preis. Plagiate, also gefälschte Produkte, sind oft von fragwürdiger Qualität und eingeschränkter Funktionalität. Kaufinteressierte sollten deshalb misstrauisch werden, wenn der Preis für dieses "Markenprodukt" zu niedrig ist, oder wenn der Markenname oder das Logo ungeschickt verfälscht oder "irgendwie fremd" wirken.

"Mit dieser Broschüre wollen wir dazu beitragen, das Leben im Haushalt und in der Freizeit sicherer zu machen", sagt Dr. Susanne Woelk, Geschäftsführerin der DSH. Allein im Jahr 2010 starben in Deutschland mehr als 7.500 Menschen bei einem häuslichen Unfall. Mehr als 5,4 Millionen Menschen verunglücken jährlich in Deutschland bei einem Heim- und Freizeitunfall.

Die Broschüre ist in Einzelexemplaren kostenlos. Bestellungen sind möglich per Post (DSH, "Gefährliche Produkte", Holsteinischer Kamp 62, 22081 Hamburg), per E-Mail an oder übers Internet: www.das-sichere-haus.de/broschueren/haushalt. Dort gibt es auch die Preisstaffel für größere Mengen.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen stehen für sozialen Fortschritt und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) forscht und entwickelt im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit, fördert den Wissenstransfer in die Praxis, berät die Politik und erfüllt hoheitliche Aufgaben - im Gefahrstoffrecht, bei der Produktsicherheit und mit dem Gesundheitsdatenarchiv. Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Über 600 Beschäftigte arbeiten an den Standorten in Dortmund, Berlin und Dresden sowie in der Außenstelle Chemnitz.

Zusatzinformationen

Pressestelle 

So erreichen Sie uns:

Jörg Feldmann
Pressereferent
Tel. 0231 9071-2330
Fax 0231 9071-2362


Markus Schulte
Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungsmanagement
Tel. 0231 9071-2068