SynBA - Version 2004: Synthetische Beanspruchungs- und Arbeitsanalyse
- Autor(en):
- WIELAND
- Gestaltungsbezug:
- Quantitative Verfahren der Verhältnisprävention
- Analysetiefe:
- Screeningverfahren
- Jahr:
- 1999
- Quintessenz:
- SynBA-GA ist ein Verfahren zur Erfassung psychischer Belastung und Beanspruchung, das aus vier Teilen besteht: Teil A: Erhebungsbogen zur Tätigkeitsbeschreibung; Teil B: Anforderungs- und Belastungsanalyse; Teil C: Auswertungsschema; Teil D: Beanspruchungserleben. Die Belastungen und Anforderungen resultieren aus der Bewertung der Organisations-System-Schnittstelle (OSS), der Mensch-Maschine-Schnittstelle (MMS) und der System-Aufgaben-Schnittstelle (SAS) durch die Arbeitsplatzinhaber. Die Auswertung und Interpretation der mit SynBA erhobenen Daten sollte m. H. geschulter Experten (z. B. Arbeitspsychologen, Arbeitswissenschaftler) erfolgen. Die Ergebnisse einer SynBA-Anwendung geben Hinweise darauf, ob eine beanspruchungsoptimale Arbeitsplatzgestaltung vorliegt, welche Merkmale beanspruchungsrelevant sind und in welchen Arbeitsbereichen der größte Um- bzw. Neugestaltungsbedarf besteht.
- Ziel(e):
- Tätigkeitsanalyse, Beanspruchungs- und Arbeitsanalyse, Beanspruchungserleben
- Methode(n) der Datengewinnung:
- schriftliche Befragung
- Merkmalbereich(e):
Aufgabenanforderungen, Tätigkeitsspielraum, Regulationsbehinderungen, Leistungskontrolle, Kooperation und Kommunikation
- Tätigkeitsklasse(n):
- universell
- Branche(n):
- universell
- Items:
Tätigkeitsanalyse: 5 Bereiche
Belastungsanalyse: 48 Items
Emotionen und Beanspruchungserleben: 24 Items bzw. Zustandsbeschreibungen- Durchführungszeit(en):
- ca. 25 Minuten
- theoretische Fundierung:
Mehrkomponentenmodell psychischer Belastung und Beanspruchung, Handlungsregulationstheorie, Regulationsbehinderungen, Vollständigkeit der Tätigkeit, beanspruchungsoptimale Arbeitsgestaltung
- Gütekriterien:
- Objektivität, Zuverlässigkeit, Validität vorhanden
- Art:
Einzelverfahren (Module)
- Ansprechpartner:
-
Prof. Rainer Wielan
E-Mail: wieland@uni-wuppertal.de
Bergische Universität - GH Wuppertal
- Zugang:
Wieland, R., Krajewski, J. & Klemens, S.: SynBA-Version 2004 - Manual. Wuppertal: Bergische Universität Wuppertal 2004.
Wieland, R.; Saßmannshausen, A.; Rose, M.: Das SynBA-Verfahren. Verfahrensbeschreibung, Auswertungsmanual, Anwendungsbeispiel und SynBA-KF. In: Burmester, C. et al. (Hrsg.): Bildschirmarbeit EU-konform. Das SANUS-Handbuch - Informationen, Analysen, Gestaltung. Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW 1997 (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)
Wieland-Eckelmann, R.; Saßmannshausen, A.; Rose, M.; Schwarz, R.: Synthetische Beanspruchungsanalyse - SynBA-GA. In: Dunckel, H. (Hrsg.): Handbuch psychologischer Arbeitsanalyseverfahren. Schriftenreihe Mensch-Technik-Organisation, Band 14. Zürich: Verlag der Fachvereine 1999
Wieland, R. (2004). SynBA-Datenbank: Rechnergestützte Version des SynBA-Verfahrens, Kompetenzzentrum für Fortbildung und Arbeitsgestaltung: Bergische Universität Wuppertal.
- Beispiel-Items:
Teil B: Fragebogen zur Belastungs- und Anforderungsanalyse:
T2) Sie müssen den optimalen Arbeitsablauf im einzelnen selbst planen.
R2) Sie erhalten keine Rückmeldung über Ihre Arbeitsergebnisse.
K2) Die Arbeit erfordert häufig Absprachen und Abstimmungen mit anderen.
T3) Die Zusammenarbeit ist meistens die gleiche und bietet wenig Handlungsspielraum.
R1) Sie haben häufig durch das Arbeitsmittel bedingte Wartezeiten, in denen Sie nichts tun können und keine weiteren Informationen über den Fortgang der Arbeit erhalten.Antwortformat 5-stufig von "trifft gar nicht zu" bis "trifft völlig zu"
- Kosten:
- Werden je nach Einsatzart (z. B. SynBA-Papierversion oder Datenbankversion) und Anzahl der untersuchten Arbeitsplätze bestimmt.
- Stichwörter:
- Anforderung, Arbeitsplatzgestaltung, Belastungen, Belastungsanalyse, Bildschirmarbeit, Gestaltung, Kommunikation, Kooperation, Organisation, psychische Belastungen, Regulationsbehinderungen, Schnittstellengestaltung, Tätigkeitsspielraum
