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MELBA: Das Dokumentations- und Profilvergleichsverfahren für Personalentwicklung und Rehabilitation

Autor(en):
FÖHRES, KLEFFMANN, STURTZ, WEINMANN
Gestaltungsbezug:
Quantitative Verfahren der Verhältnisprävention
Analysetiefe:
Screeningverfahren
Quintessenz:
Mit MELBA können sowohl die Anforderungen von Tätigkeiten als auch die Arbeitsfähigkeiten von Personen eingeschätzt und in übersichtlichen Profilen dokumentiert werden.

Die Profile bestehen aus 29 tätigkeitsbezogenen Merkmalen, deren jeweilige Ausprägungen auf einer fünfstufigen Skala beurteilt werden. Die klar definierten Merkmale sind im Sinne von Schlüsselqualifikationen unabhängig von bestimmten Personengruppen oder Tätigkeitsbereichen für die Beurteilung von psychischen Belastungen und Beanspruchungen von Bedeutung. Anforderungs- und Fähigkeitsprofile können mit- sowie untereinander verglichen oder als Verläufe dargestellt werden.

Das Verfahren MELBA beinhaltet eine Vielzahl unterstützender Materialien und Formulare zur Einschätzung und Dokumentation. Dies macht es zu einem geeigneten Instrument für die Arbeit im interdisziplinären Team. MELBA kann in den Bereichen Rehabilitation, betriebliche Prävention, Bewerber-Profiling, Arbeitsplatzanalysen und Qualitätssicherung zur Anwendung kommen.

MELBA steht als Papier- und Software-Version zur Verfügung. Für spezielle Anwendungsbereiche werden Erweiterungen zum Standard-Verfahren angeboten, z. B. die Zusatzmodule MELBA SL Fähigkeiten und MELBA SL Anforderungen zur differenzierteren Beurteilung bei Personen mit starken Leistungsdefiziten bzw. bei Tätigkeiten mit sehr geringen Anforderungen.

Bei MELBA handelt es sich nicht um ein diagnostisches Instrument, MELBA ist ein reines Dokumentationsverfahren. Daher wurde zur Einschätzung/Erhebung der relevanten Schlüsselqualifikationen "Ida", das "Instrumentarium zur Diagnostik von Arbeitsfähigkeiten" entwickelt, das ein Set von standardisierten Arbeitproben enthält.
Ziel(e):
fähigkeitsgerechter Einsatz von Rehabilitanden
Methode(n) der Datengewinnung:
Beobachtung
Merkmalbereich(e):

Anforderungen, Fähigkeiten

Tätigkeitsklasse(n):
universell
Branche(n):
universell
Items:

29 Merkmale

Durchführungszeit(en):
abhängig von Fragestellung und verwendeter Diagnostik; Einschätzung der Merkmale und Erstellung des Profils: ca. 45 Minuten
theoretische Fundierung:

basiert auf dem Belastungs-Beanspruchungskonzept

Gütekriterien:
keine; Gütekriterien können nicht erhoben werden, da MELBA ein Dokumentationsverfahren und kein Diagnostikinstrument ist.
Art:

Dokumentationsinstrument, Einzelverfahren, Profilvergleichsverfahren

Ansprechpartner:
Miro-GmbH
Am Eichenhang 50
57079 Siegen
Tel. 0271 313290-60
Fax 0271 313290-70
E-Mail: 
Zugang:

Miro-GmbH, www.miro-gmbh.de, www.melba.de

Literatur:

Berntzen, V.: MELBA - auch ein Kompetenzfeststellungsverfahren für arbeits- und/ oder ausbildungslose Jugendliche; in: INBAS - Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik GmbH (Hrsg.): Kompetenzfeststellung. Teil 1: Grundlagen. Berichte und Materialien, 2002, Bd.8, 143-153.

Brackhane, R.; Weinmann, S.: DLM und MELBA - zwei Verfahren für die berufliche Rehabilitation in der Werkstatt für Behinderte. Werkstatt: Dialog. Das Werkstatt Magazin, 2000, 1, 21-22.
HIBA (Hrsg.): Profiling-Ansatz I: Erfahrungen in einer beruflichen Orientierungs-, Profiling- und Trainingsmaßnahme für langzeitarbeitslose SozialhilfebezieherInnen: OPTIMA. Hiba GmbH (Hrsg.): transfer, BUQ I 2003, hiba Gmbh Verlag, 2003.

Kleffmann, A.: MELBA - ein Instrument zur Unterstützung der Integration in den Arbeitsmarkt. Durchblick. Zeitschrift für Ausbildung, Weiterbildung und berufliche Integration, 2000, 2, 17-19.

Kleffmann, A.: Accessibility - There are other Obstacles than Physical Ones; in: Deutsche Vereinigung für die Rehabilitation Behinderter (Hrsg.): Networking in Practice: Connecting Partners in Rehabilitation. CD, 2003, 227-230.

Sturtz, A.: Das Verfahren MELBA. Ein Werkzeug zu Dokumentation und Vergleich von Arbeitsanforderungen und Fähigkeiten. WIR Magazin der Fürst Donnersmarck Stiftung Berlin, 2005, 3, 18-20.

Weinmann, S.: Operationalisierung des individuellen Hilfebedarfs im Rahmen einer diagnosegeleiteten Maßnahmesteuerung - Sicht der Psychologie. Berufliche Rehabilitation. Beiträge zur beruflichen und sozialen Eingliederung junger Menschen mit Behinderungen. 1999, Heft 4.

Beispiel-Items:

Fähigkeits- und Anforderungsprofil:

Ausdauer, Arbeitsplanung, Auffassung, Kritikfähigkeit, Teamarbeit, Lernen/Merken, Feinmotorik, kritische Kontrolle, Kontaktfähigkeit, Konzentration

Einschätzung auf einer 5-stufigen Skala:

1 = stark eingeschränkte Fähigkeit/sehr geringe Anforderung,
3 = durchschnittliche Fähigkeit/Anforderung,
5 = weit überdurchschnittliche Fähigkeit/Anforderung

Kosten:
MELBA-Manual Papierversion: 79,50 EUR (Stand 12/2007); Preise der Zusatzmodule, der Software-Version und der Seminare auf Anfrage.
Stichwörter:
Anforderungsanalyse, Arbeitsgestaltung, Dokumentation, Förderplanung, Gestaltung, Kommunikation, Leistungsgewandelte, Personalauswahl, Profilvergleich, Rehabilitanden, Tätigkeitsanforderungen, Verlaufsdokumentation