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BEBA: Psychische Belastungen bei Büroarbeit

Autor(en):
POHLANDT, JORDAN, MAßLOCH, OTT, HACKER
Gestaltungsbezug:
Quantitative Verfahren der Verhältnisprävention
Analysetiefe:
Screeningverfahren
Jahr:
1997
Quintessenz:
Das Verfahren BEBA enthält eine Anleitung zum Auffinden psychischer Belastungen insbesondere bei Bildschirmarbeit im Büro, die aus einer ungünstigen Arbeitsaufgaben- und Arbeitsorganisationsgestaltung resultieren können. Bei der Analyse können wahlweise subjektive und quasi-objektive Erhebungsmethoden kombiniert werden. Die erhobenen Daten können mit Richtwerten verglichen werden. Die Auswertung der Analyseergebnisse kann für die Auslösung eines Organisationsentwicklungsprozesses genutzt werden. Es werden Empfehlungen zur optimalen Arbeits- und Organisationsgestaltung gegeben, die zum Erhalt und zur Förderung der Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beitragen.
Ziel(e):
Belastungsanalyse
Methode(n) der Datengewinnung:
schriftliche Befragung, mündliche Befragung
Merkmalbereich(e):

Arbeitsaufgabe, Techniknutzung, arbeitsbedingte gesundheitliche Beschwerden

Tätigkeitsklasse(n):
geistig, Bildschirmarbeit
Branche(n):
Büro und Verwaltung
Items:

Arbeitsaufgabe und Organisation: 13
Techniknutzung: 6
Arbeitsbedingte gesundheitliche Beschwerden: 14

Durchführungszeit(en):
schriftliche Befragung: 10 Minuten je Arbeitsplatz, Interview: 30 Minuten je Arbeitsplatz
theoretische Fundierung:

Handlungsregulationstheorie, Vollständigkeit der Arbeitstätigkeit

Gütekriterien:
Objektivität und Validität vorhanden
Art:

Einzelverfahren (Module)

Ansprechpartner:
Dr. Andreas Pohlandt
E-Mail: 
Technische Universität Dresden
Institut für Allgemeine Psychologie
01062 Dresden
Zugang:

Pohlandt, A.; Jordan, P.; Maßloch, C.; Ott, K.; Hacker, W.: Psychische Belastungen bei Büroarbeit analysieren und abbauen durch Aufgaben- und Organisationsgestaltung. In: Burmester, M. et al.: Das SANUS-Handbuch. Bildschirmarbeit EU-konform gestalten. Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW 1997 (Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Fb 760), Teil II.3

Maßloch, C. & Pohlandt, A. & Jordan, P. (1997): BEBA - Erprobung des Verfahrens und Überprüfung der Verfahrensgüte. SANUS aktuell Heft 8, S. 10 -23.

Beispiel-Items:

Widerspruchsfreiheit der Arbeitsanforderungen

Selbstanalyse:

  • "Bei meiner Arbeit können keine widersprüchlichen Anforderungen zwischen Qualitäts- und Quantitätserfordernissen auftreten"
  • Antwortskalierung im Fragebogen: trifft niemals zu/trifft überwiegend nicht zu/trifft manchmal zu/trifft überwiegend zu/trifft völlig zu

Fremdanalyse:

  • "Der Arbeitende muss bei der Aufgabenausführung in der Regel sowohl qualitativen Anforderungen (Güte der Arbeitsergebnisse) als auch quantitativen Anforderungen (Menge der Arbeitsergebnisse, Termineinhaltung) gerecht werden. Widersprüche treten auf, wenn die Anforderungen an Menge, Güte und/oder Termin der Arbeitsergebnisse nicht in Übereinstimmung gebracht werden können, z. B. durch verspätete oder fehlende Informationen, veraltete oder defekte Arbeitsmittel, unrealistische Terminstellungen usw."
  • 3-stufiges Antwortformat: stets auftretende widersprüchliche Anforderungen/gelegentlich auftretende widersprüchliche Anforderungen/keine widersprüchliche Anforderungen
Kosten:
Publikation beim Verlag vergriffen. Verfahren kann bei den Autoren kostenfrei angefordert werden.
Stichwörter:
Arbeitsaufgabe, Arbeitsgestaltung, Arbeitsorganisation, Belastungsanalyse, Bildschirmarbeit, Gestaltung, Gesundheit, Gesundheitsförderung, psychische Belastungen