Navigation und Service

Springe direkt zu:

Suche

Suchbegriff eingeben

Zulassung von Kupfer-haltigen Biozidprodukten für wesentliche Verwendungszwecke in der Produktart 11 (Schutzmittel für Flüssigkeiten in Kühl- und Verfahrenssystemen)

Aufgrund des Beschlusses 2014/395/EU der Kommission kann Deutschland Kupfer zur Verhinderung der Besiedlung des Wassereinlasses/der Pumpen und des gesamten Rohr- und Wasserleitungssystems von Offshore-Öl- und Gasbohrinseln sowie anderer Meeres- und Küstenanlagen mit Schadorganismen und zur Verhinderung der Besiedlung des Wassereinlasses/der Pumpen und des gesamten Rohr- und Wasserleitungssystems eines Schiffs mit Schadorganismen genehmigen. Die Verwendung für andere biozide Anwendungen ist in Deutschland nicht gestattet. Informationen zur Genehmigung von Kupfer-haltigen Biozidprodukten in anderen Mitgliedstaaten, die von dem oben genannten Beschluss der Kommission ebenfalls betroffenen sind, erhalten Sie von den zuständigen Behörden der jeweiligen Mitgliedstaaten.

Mit Erlass der Allgemeinverfügung 12.12.2014 wurde die Verwendung von Systemen, die vor Ort Cu2+-Ionen aus elementarem Kupfer als Schutzmittel in den fest installierten Rohr- und Wasserleitungssystemen freisetzen, in Deutschland für folgende Anwendungsbereiche genehmigt:

  • Schiffe unter deutscher Flagge der deutschen Handelsflotte, von Privatpersonen, der Marine und anderen Organisationen
  • Ölplattformen
  • andere Meeres und Küstenanlagen 

Für oben genannte Systeme, die bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Allgemeinverfügung am 12.12.2014 weder eingebaut waren noch käuflich erworben wurden, muss ein Antrag auf Genehmigung gestellt werden. In der Rubrik Download steht Ihnen das erforderliche Antragsformular und weitere Informationen zur Verfügung. Der Antrag auf Genehmigung muss vor der Verwendung bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin vorgelegt und beschieden werden. Erst nach Genehmigung darf das Kupfer-haltige Biozidprodukt für wesentliche Verwendungszwecke in der Produktart 11 verwendet werden. Ein Antrag auf Genehmigung wird nach Vorlage aller Informationen innerhalb von 8 Wochen entschieden. Gemäß Anhang I Gebühren-Nr. 1.8.5 der Chemikalienkostenverordnung werden für die Bearbeitung eines Antrags auf Zulassung für wesentliche Verwendungszwecke gemäß § 12g (3) Chemikaliengesetz Gebühren in Höhe von 2500 Euro erhoben.

Die Verwendung von Systemen die vor Ort Cu2+-Ionen aus elementarem Kupfer, als Schutzmittel in den fest installierten Rohr- und Wasserleitungssystemen auf Schiffen, Ölplattformen sowie auf anderen Meeres- und Küstenanlagen, freisetzen, kann längstens bis zum Zeitpunkt der Genehmigung bzw. Nicht-Genehmigung des Wirkstoffs Kupfer für die Produktart 11 erteilt werden. Danach können Biozidprodukte der Produktart 11, die die vor Ort Cu2+-Ionen aus elementarem Kupfer freisetzen, nur auf dem Markt bereitgestellt und verwendet werden, wenn ein Antrag auf vorläufige Zulassung oder Zulassung gestellt und das Biozidprodukt zugelassen wurde.

Zusatzinformationen

Kontakt 

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Gruppe 5.4 "Zulassung von Biozid-Produkten"
Postfach  17 02 02
44061 Dortmund


Fax 0231 9071-2679