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Zeitarbeit - neue Herausforderungen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz

Modellprojekte erfolgreich abgeschlossen

Im Dreieck zwischen Zeitarbeitsunternehmen, Entleihbetrieb und Zeitarbeitnehmer profitieren alle Beteiligten von einer engen Kommunikation und klaren Absprachen. Das zeigen die Ergebnisse der von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fachlich begleiteten Projekte GEZA und GRAziL zum Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Leiharbeit, die im September 2011 auf einer Abschlussveranstaltung in Frankfurt am Main vorgestellt wurden. Alle Aktivitäten wurden im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und von der BAuA fachlich begleitet. Projektträger war die Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung.

Die Veröffentlichungen der Projekte können über das Informationszentrum der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitmedizin kostenfrei bestellt werden.

Gesunde Zeitarbeit - Arbeits- und Gesundheitsschutz mit System. Entwicklung und Erprobung eines integrierten Gesundheitsmanagements für die Zeitarbeitsbranche (GEZA)
Manpower GmbH & Co. KG

Logo: GEZA

http://www.gesunde-zeitarbeit.de

Das Projekt GEZA befasste sich mit der Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements in Zeitarbeitsunternehmen. Zudem führte es Gesundheitsgespräche mit Zeitarbeitnehmern durch. Die Kooperation mit einer Krankenkasse wurde erprobt und die sogenannte Hattersheimer Deklaration erarbeitet, die Informationswege und -pflichten zwischen Zeitarbeitsunternehmen und Entleihunternehmen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement festlegt. Nun wurden zum Abschluss eine Entscheidungshilfe und eine Handlungshilfe veröffentlicht.

Gestaltung, Umsetzung und Transfer von Instrumenten zum Ressourcenmanagement und zum Arbeitsschutz im Rahmen eines zielgruppenbezogenen Ansatzes für Leiharbeitnehmer in Entleihunternehmen (GRAziL)
prospektiv - Gesellschaft für betriebliche Zukunftsgestaltungen mbH

Logo: GRAziL

http://www.grazil.net

Das Projekt GRAziL legte den Fokus auf Entleihunternehmen. Eine Toolbox auf CD-ROM fasst die dort erprobten Maßnahmen für die verschiedenen Phasen des Leiharbeits-Einsatzes zusammen. Die Bandbreite reicht von einer erweiterten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung des Einsatzes von Leiharbeit über Beispiele zur Regelung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag bis zu Führungskräfte-Schulungen zur Integration von Leiharbeitnehmern in die betrieblichen Abläufe. Auch Werkzeuge für die Arbeit von Betriebsräten wurden entwickelt. Diese und viele weitere Instrumente stehen nun mit Hintergrundinformationen auf einer CD zur Verfügung.

Ein Projektbeirat des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen aus Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik empfiehlt ebenfalls die enge Kooperation zwischen Zeitarbeitsunternehmen und Entleihbetrieben. Zur Konkretisierung wurden nun Anforderungen an den Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Arbeitnehmerüberlassung der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie regeln Zuständigkeiten und Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten. Dabei gehen sie unter anderem auf die Einsatzbedingungen, Gefährdungsbeurteilung und Maßnahmen der Prävention ein.

Ansprechpartner in der BAuA 

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund

Frank Brenscheidt
Gruppe 1.1 "Wandel der Arbeit"
Tel. 0231 9071-2234

 

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Zusatzinformationen

Kontakt 

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Informationszentrum
Postfach  17 02 02
44061 Dortmund


Tel. 0231 9071-2071
Fax 0231 9071-2070

 

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