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BAuA-Aktivitäten

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) engagiert sich in Fragen der Sicherheit und Gesundheit beim betrieblichen Umgang mit Nanopartikeln und hat die folgenden Themen für eigene Aktivitäten ausgewählt:

  • Firmenbefragung zur Herstellung und Verwendung von synthetischen Nanopartikeln am Arbeitsplatz (Kooperation mit dem Verband der Chemischen Industrie e. V. - VCI)
  • Entwicklung einer Forschungsstrategie für Nanotechnologie (Kooperation mit dem Umweltbundesamt - UBA und dem Bundesinstitut für Risikobewertung - BfR)
  • Entwicklung von Messverfahren für Nanopartikel
  • Ableitung eines Grenzwertes für Nanopartikel
  • Leitfaden für Tätigkeiten mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz (Kooperation mit VCI)

Elekronenmikroskopaufnahme: Agglomerat aus Kohlenstoffnanofasern, Foto: N. Dziurowitz und S. Plitzko, BAuA

Agglomerat aus Kohlenstoffnanofasern, Foto: N. Dziurowitz und S. Plitzko, BAuA

Ziel der BAuA-Aktivitäten ist es, die Schaffung von Informationen zu unterstützen, die eine Bewertung der Risiken nach internationalen Maßstäben ermöglicht und angemessene Empfehlungen zum Umgang zu entwickeln. Darüber hinaus unterstützt die BAuA Produkte der Nanotechnologie, die eine positive Auswirkung auf die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat. In verschiedenen nationalen, europäischen und internationalen Gremien (DIN, EU, OECD) ist die BAuA beteiligt.

In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und dem Umweltbundesamt (UBA) wurde im Oktober 2005 eine Tagung in Bonn veranstaltet, die in fachlichen Vorträgen, Workshops und einem Stakeholder-Dialog den Sachstand aufarbeitete und weitere Aufgaben definierte.
Im November 2006 wurde im BMU der Entwurf einer von der BAuA initiierten und koordinierten Forschungsstrategie der BAuA, des UBA und des BfR zur Beurteilung der gesundheitlichen und Umweltrisiken der Nanotechnologie vorgestellt und mit Stakeholdern diskutiert.
Im März 2007 fand in der BAuA eine OECD-Tagung statt, auf der internationale Wissenschaftler, Vertreter der führenden Wirtschaftsnationen, der Industrie und von Umweltorganisationen die möglichen Risiken dieser Technologie für die Gesundheit und die Umwelt diskutierten. Eine wesentliche Zielsetzung dieser Arbeitsgruppe ist es, durch intensive Forschungsaktivitäten, die zwischen den verschiedenen Ländern und den Industrieunternehmen aufgeteilt wird, die Gesundheit und die Umwelt vor möglichen Gefahren zu schützen.

Im April 2007 wurden auf einer Veranstaltung des VCI die Ergebnisse der beiden BAuA-VCI-Kooperationsprojekte (Firmenbefragung, Leitfaden) vorgestellt.

Die Endfassungen des Leitfadens (in deutsch und englisch) sind seit August 2007 online. Die Ergebnisse der Firmenbefragung wurden im Oktober 2007 auf Deutsch veröffentlicht und sind seit April 2008 auch auf Englisch verfügbar.

Die Endfassung der Forschungsstrategie Nanotechnologie liegt seit Februar 2008 vor.

Im Mai 2011 hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) unter Mitwirkung des Verbandes der chemischen Industrie (VCI), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die zweite Fragebogenaktion zu Tätigkeiten mit Nanomaterialien in Deutschland durchgeführt. Derzeit läuft die Auswertephase dieser zweiten Fragebogenaktion.

Im Herbst 2011 hat eine Arbeitsgruppe bestehend aus dem Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA), der Technischen Universität Dresden und des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) den Ansatz einer gestuften Messstrategie "Tiered Approach to an Exposure Measurement and Assessment of Nanoscale Aerosols Released from Engineered Nanomaterials in Workplace Operations" veröffentlicht.
Die gestufte Messstrategie beinhaltet einen pragmatischen Ansatz zur Messung der inhalativen Exposition gegenüber Nanomaterialien. Die einzelnen Stufen des Ansatzes werden nun noch mit speziellen Strategien unterlegt (BMBF-Projekt NanoGEM).

Die beiden BAuA-Forschungsberichte "Dispersion and retention of dusts consisting of ultrafine primary particles in lungs" (F 2133) und "Genotoxic mode of action of fine and ultrafine dusts in lungs" (F 2135), erstellt von Herrn Dr. Otto Creutzenberg, ITEM, Hannover, wurden im November 2011 veröffentlicht.
Der Forschungsbericht F 2043 "Bedeutung von In-vitro-Methoden zur Beurteilung der chronischen Toxizität und Karzinogenität von Nanomaterialien, Feinstäuben und Fasern", erstellt von Herrn Dr. Markus Roller, Beratungsbüro für Risikoabschätzung, Dortmund, wurde im September 2011 veröffentlicht.

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