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Gesamtunfallgeschehen

Unfalltote und Unfallverletzte 2014 in Deutschland

Eine einheitliche Erfassung aller Unfälle in Deutschland gibt es nicht. Dadurch werden manche Unfälle doppelt gezählt. So zählt ein Unfall mit dem Auto auf dem Weg zur Arbeit z. B. als Straßenverkehrsunfall in der Verkehrsunfallstatistik und als Wegeunfall in der Arbeitsunfallstatistik. Unfälle in Heim- und Freizeit hingegen können nur aus Befragungsdaten geschätzt bzw. hochgerechnet werden.

Für Unfälle in verschiedenen Lebensbereichen gibt es unterschiedliche Statistiken:

  • Arbeit und Schule: Arbeits- bzw. Schulunfallstatistiken der Unfallversicherungsträger
  • Verkehr: Verkehrsunfallstatistiken des Statistischen Bundesamtes
  • Heim und Freizeit: Schätzungen bzw. Hochrechnungen des Robert Koch-Institutes (RKI) aus Befragungsdaten (GEDA¹ und KiGGS² )
  • Tödliche Unfälle: Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes

Eine Zusammenfassung der verschiedenen Statistiken zu einer Gesamtunfallzahl ist nicht nur aufgrund unterschiedlicher Erhebungskriterien problematisch, auch Überschneidungen und somit Doppelzählungen spielen eine große Rolle. Letzteres trifft vor allem für die Bereiche "Verkehr und Arbeit" sowie "Verkehr und Schule" zu. Trotz dieser Unwägbarkeiten soll - wie bereits in den Vorjahren - im Folgenden ein ungefährer quantitativer Überblick über das Gesamtunfallgeschehen in Deutschland für das Jahr 2014 gegeben werden.

In der Todesursachenstatistik des Jahres 2014 werden 22.717 Unfalltote ausgewiesen. Das heißt, etwa 0,03 % der gesamten Wohnbevölkerung erlitten 2014 einen tödlichen Unfall. Aus den vorliegenden Statistiken ist klar, dass es

  • 971 Todesopfer durch Arbeitsunfälle gegeben hat, wovon 465 auf den Bereich Verkehr entfielen.
  • 42 Todesopfer durch Schulunfälle gegeben hat, wovon 33 auf den Bereich Verkehr entfielen.
  • insgesamt 3.581 Todesopfer durch Verkehrsunfälle (inkl. Arbeit und Schule) gegeben hat, und es
  • 9.044 Todesopfer durch Unfälle im Hausbereich gegeben hat.

Daraus lässt sich ableiten, dass 9.577 Unfalltote bei anderen Aktivitäten - vornehmlich in der Freizeit - umgekommen sind.

Für den Bereich der Unfallverletzten liegt keine gesicherte Gesamtzahl vor. Aus den genannten Erhebungen ist klar, dass sich

  • 1,13 Mio. Arbeitsunfälle ereigneten, von denen 0,13 Mio. auf den Bereich Verkehr entfielen.
  • 1,39 Mio.³ Schulunfälle ereigneten, von denen 0,06 Mio. auf den Bereich Verkehr entfielen.
  • insgesamt 0,39 Mio. Verkehrsunfälle (inkl. Arbeit und Schule) ereigneten.
  • Aus Schätzungen des Robert Koch-Institutes4 sind zudem 3,15 Mio. Unfälle im Hausbereich und 2,58 Mio. Unfälle in der Freizeit abzuleiten. Zudem weist das RKI erheblich mehr Unfälle im Verkehr aus als polizeilich erfasst werden.
    Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei zu großen Teilen um sog. Alleinunfälle im Verkehr (z. B. Sturz mit dem Fahrrad) handelt, die im Rahmen dieser Gesamtunfallstatistik zu den Freizeitunfällen gezählt werden.
    Somit ergeben sich für das Jahr 2014 insgesamt 3,89 Mio. Unfälle im Freizeitbereich.

Damit wird das Gesamtvolumen auf 9,77 Mio. Unfälle im Jahr 2014 geschätzt, d. h. rund 12,1 % der Wohnbevölkerung erlitten 2014 einen Unfall.

graphische Darstellung zum Gesamtunfallgeschehen 2014 in Deutschland

Ein Klick auf die Graphik führt auf die hochauflösende Version.

*) Die in der Kategorie Verkehr enthaltenen Anteile aus dem Arbeitsbereich - 465 tödliche Unfälle und 0,13 Mio. Unfallverletzte - sowie dem Schulbereich 33 tödliche Unfälle und 0,06 Mio. Unfallverletzte - sind in gelb und grün dargestellt.

Quellen: Todesursachenstatistik, Straßenverkehrsunfallstatistik, Statistiken der gesetzlichen Unfallversicherungsträger, RKI-Datensatz

1) www.rki.de/geda, 2012
2) www.rki.de/kiggs, 2009 - 2012
3) Rundungsfehler
4) Die aktuellen Befragungen des RKI beinhalten im Vergleich zu den Vorgängerbefragungen methodische Änderungen, die z. B. eine bessere Schätzung von Mehrfachunfällen bei Kindern erlauben. Dadurch sind die Zahlen dieser Statistik nicht uneingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar.

Kontakt 

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Informationszentrum
Postfach  17 02 02
44061 Dortmund

Tel. 0231 9071-2071
Fax 0231 9071-2070

 

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