Unter Bezug auf die in § 14 SGB VII und § 20 SGB V geforderte Kooperation von Unfallversicherungen und Krankenkassen bei der Aufklärung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren wurde im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen das Modellvorhaben "VerEna - Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren im Entsorgungsbereich" gefördert (Förderzeitraum 01.12.1999 bis 31.12.2003).
An VerEna beteiligten sich 21 kommunale Entsorgungsunternehmen mit etwa 11 000 gewerblich Beschäftigten, neun Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand, fünf AOK Landesverbände sowie vier Betriebskrankenkassen. Die Projektdurchführung lag beim Bundesverband der Unfallkassen (BUK). VerEna stellt damit das umfangreichste branchenspezifische Kooperationsvorhaben und Präventionsnetzwerk in Deutschland dar.
Basierend auf den Ergebnissen von VerEna wurde der "Handlungsleitfaden für das betriebliche Gesundheitsmanagement" entwickelt und von der BAuA veröffentlicht. Er enthält 30 praxisorientierte Maßnahmenvorschläge und Empfehlungen für den Aufbau und die Umsetzung der Prävention in den Bereichen Straßenreinigung, Abfallwirtschaft und Abwasserbereich. Diese reichen von Vorschlägen zur Verbesserung der Arbeitsorganisation, der Personalführung, interner Kommunikationsstrukturen über Vorschläge zur stärkeren Einbindung der Beschäftigten in Planungsprozesse, Empfehlungen zu technischen Verbesserungen an Arbeitsmitteln bis zu Vorschlägen zur Gesundheitsaufklärung und gesundheitsgerechteren Verhaltensweisen der Beschäftigten.