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Nachhaltige Arbeits- und Gesundheitspolitik im Unternehmen (NAGU)

Gesunde Menschen in gesunden Unternehmen

Das Verbundprojekt wurde im Rahmen des Modellprogramms zur Bekämpfung arbeitsbedingter Erkrankungen in der Zeit vom 01.08.2003 bis 31.07.2006 gefördert.

Logo NAGU

Hintergrund des Projektes ist die sich in den letzten Jahren teilweise drastisch verändernde Arbeitswelt gewesen. Neben den körperlichen Belastungen sind die psychischen Belastungen getreten oder haben sich sogar in den Vordergrund geschoben. So betrug die Anzahl der durch psychische Erkrankungen verursachten Fehltage im Jahr 2001 einen Anteil von 6,6 % an allen krankheits- und unfallbedingten Tagen in dem Jahr. Im Jahr 2002 betrug der Anteil 7,0 %, in 2003 9,7 %, in den Jahren 2004 und 2005 lag er bei 10,5 %.

Somit stiegen seit dem Jahr 1995 die Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen um 80 % gestiegen, während gleichzeitig die Zahl anderer erkrankungsbedingter Ausfallzeiten zurückgegangen sind.

Das Hauptanliegen des Modellvorhabens bestand in der Entwicklung und Erprobung neuer Instrumente, Methoden und Maßnahmen, die einen zeitgemäßen Arbeits- und Gesundheitsschutz auszeichnen.

Mit Hilfe des Modellprojektes soll erreicht werden, dass Gesundheit ein integraler Bestandteil von betrieblichen Veränderungsprozessen und selbstverständlicher Bestandteil der Organisations- und der Personalentwicklung wird. Über die betrieblichen Experten hinaus soll das mittlere Management eine stärkere Zuständigkeit und Verantwortung für die gesunde Organisation bekommen.

Das Modellprojekt bestand aus drei Teilprojekten in 3 verschiedenen Branchen (Automobilindustrie, Kommunalverwaltung, Süßwarenindustrie)

  1. Das Teilprojekt zur Implementierung eines "betrieblichen Gesundheitsmanagements auf der Basis von Referenzprozessen im Bereich der Automobilindustrie" wurde vom AOK Institut für Gesundheitsconsulting in Niedersachsen durchgeführt. Über Referenzprozesse sollte eine Verbesserung der Arbeitssicherheit, Gesundheit und Arbeitszufriedenheit, eine Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit und über Netzwerkbildungen Synergieeffekte erzielt werden.
  2. Das vom Institut für gesundheitliche Prävention (IFGP) durchgeführte Teilprojekt "Betriebliches Gesundheitsmanagement als Instrument zu Begleitung kommunaler Veränderungsprozesse" analysierte die Auswirkungen von Veränderungsprozessen auf die Arbeitssituation der Beschäftigten. Darauf aufbauend wurde untersucht, wie solche Veränderungsprozesse durch ein betriebliches Gesundheitsmanagement mitarbeiterorientiert unterstützt werden können.
  3. In dem vom Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung BGF GmbH durchgeführten Teilprojekt standen die Fragen zur nachhaltigen Verankerung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements in die Organisations- und Personalentwicklung sowie deren zu leistender Beitrag bei der Gestaltung der Veränderungsprozesse im Vordergrund. Als Branchenschwerpunkt wurde die "Süßwarenindustrie im Rheinland" gewählt.

Im Rahmen seines Teilprojektes hat das Institut für Gesundheitliche Prävention (IFGP) den BGM_navigator® entwickelt. Es ist eine webbasierte Lösung, mit der sich Projektverantwortliche in Unternehmen selbstständig und unabhängig relevante Grundlagen und Inhalte des Betrieblichen Gesundheitsmanagements erschließen können. Projekte und Aktivitäten können gezielt geplant, koordiniert, kontrolliert und dokumentiert werden. So soll der Aufbau eines nachhaltigen und effizienten Gesundheitsmanagements ermöglicht werden.
Ausführlichere Informationen finden Sie im BGM_navigator® Factsheet oder unter http://www.bgm.digital-spirit.de.

Die Ergebnisse aller drei Teilprojekte (Automobilbranche, Kommunalverwaltung und Süßwarenindustrie) sind in einer Broschüre zusammengefasst.
Die Vielfalt der beteiligten Betriebe und Verwaltungen, deren unterschiedliche Größe und Struktur sowie der breite Mix von Analysemethoden und Interventionen, haben zu Projektergebnissen geführt, die weit über die beteiligten Branchen hinaus angewendet werden können.

Ansprechpartnerin in der BAuA 

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Nöldnerstraße 40-42
10317 Berlin

Dr. Jana May-Schmidt
Tel. 030 51548-4103
Fax 030 51548-4211

 

Weitere Informationen zum Projekt 

AOK Institut für Gesundheitsconsulting
Hildesheimer Straße 273
30519 Hannover

Dr. Michael Drupp
Tel. 0511 8701-16100

Institut für gesundheitliche Prävention (IFGP)
Wolbecker Windmühle 13a
48167 Münster

Marc Lenze
Tel. 02506 30028-0
Fax 02506 30028-29

Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung BGF GmbH
Neumarkt 35-37
50667 Köln

Heinz Kowalski
Tel. 0221 27180-101
Fax 0221 27180-100

http://www.nagu-projekt.de

 

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