Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ist eine Ressortforschungseinrichtung des Bundes und berät als Fachbehörde das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in allen Fragen von Sicherheit und Gesundheit sowie menschengerechter Gestaltung der Arbeit auf wissenschaftlicher Grundlage.
Basis der zur sachgerechten Aufgabenerfüllung notwendigen wissenschaftlichen Kompetenz und Reputation der BAuA ist eine qualitätsgesicherte Forschung und Entwicklung, die internes und externes Know-how interdisziplinär und lösungsorientiert miteinander verknüpft. Forschung und Entwicklung der BAuA stehen in einem engen inhaltlichen Zusammenhang, wobei die Entwicklung in der Regel die Umsetzung der Forschungsergebnisse verfolgt und gleichzeitig maßgebliche Impulse für neue und vertiefende Forschungsansätze gibt.
Strategische Weiterentwicklung von Forschung und Entwicklung
Forschung und Entwicklung der BAuA orientieren sich an den Grundsätzen einer modernen Ressortforschung der Bundesregierung. Damit ist sie insbesondere dem Leitbild der dauerhaften Sicherung eines hohen fachlichen Niveaus von FuE durch konsequente Qualitätssicherung, Beteiligung am nationalen und internationalen Wettbewerb und der Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses sowie die Vernetzung innerhalb der Wissenschaftslandschaft verpflichtet.
Das von der BAuA 2006 veröffentlichte strategische Handlungskonzept sah für die Realisierung der strategischen Ziele der BAuA eine große Breite von Aktivitäten für die nächsten 10 Jahre in insgesamt 45 Arbeitsschwerpunkten vor. Insbesondere im Ergebnis der Evaluation der Bundesanstalt durch den Wissenschaftsrat erfolgte in der BAuA eine weitergehende strategische Fokussierung. Ergänzend zur inhaltlichen Konzentration wurde auch eine verstärkte Differenzierung in Schwerpunkte einer strategiebasierten Programmforschung und einer programmorientierten Entwicklung vorgenommen. Dadurch soll besser den Besonderheiten der wissenschaftlichen Aufgaben einer Ressortforschungseinrichtung im Hinblick auf die effektivere Gestaltung des FuE-Managements, der Qualitätssicherung sowie der Informations- und Kommunikationsprozesse entsprochen werden. Ziel dieses Vorgehens ist es, die fachliche Wirksamkeit der BAuA trotz beschränkter FuE-Ressourcen in Kernbereichen nachhaltig zu sichern und langfristig zu entwickeln.
Die inhaltliche Fokussierung von Forschung und Entwicklung der BAuA führt zukünftig im Bereich der Projektorganisation zu einer tendenziellen Zunahme von Verbundprojekten und Projektclustern bei deutlicher Abnahme fachlich breit gefächerter Einzelvorhaben. Ziel ist es, durch verstärkte strukturübergreifend projektbezogene Zusammenarbeit innerhalb des Hauses die vorhandenen interdisziplinären Kompetenzen stärker zu bündeln und fachliche Synergien effizienter als bisher zu nutzen. Solche Projektverbünde werden schwerpunktmäßig von Wissenschaftler/innen der BAuA getragen, externe Projektbeauftragung soll die eigenen FuE-Aktivitäten sinnvoll ergänzen, jedoch nicht ersetzen und jeweils mit strategischen Kooperationen kombiniert werden.
Langfristige Schwerpunkte der Forschung in der BAuA sind von daher und unter dem besonderen Aspekt des Wandels in der Arbeitswelt:
- Auswirkungen neuer Technologien auf Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit
- Psychische Belastungen vor dem Hintergrund neuer Arbeitsformen
- Multifaktorielle Genese arbeitsbedingter Erkrankungen
Die Entwicklungsaktivitäten der BAuA sind fachlich breiter angelegt als die Forschungsschwerpunkte. Sie greifen die Ergebnisse gezielter eigener Forschungsaktivitäten ebenso wie den jeweils relevanten Stand von FuE auf und überführen diese in konkrete Lösungen für Handlungs- und Gestaltungsbedarfe der Politik, der nationalen und internationalen Regel- und Vorschriftensetzung sowie der betrieblichen Praxis.
Die BAuA konzentriert sich im Entwicklungsbereich ebenfalls im Sinne einer Profilschärfung auf längerfristige "Produktlinien" insbesondere in den Feldern:
- Methoden und Handlungshilfen zur Gefährdungsbeurteilung
- Handlungshilfen für sichere und gesundheitsgerecht gestaltete Produkte
- Betriebliches Gesundheitsmanagement und betriebsärztliche Tätigkeit
- Fachkonzepte zur Risikoanalyse und -regulierung als Beiträge zur Chemikaliensicherheit
Das Forschungs- und Entwicklungsprogramm 2010 - 2013 kann auf dieser Seite heruntergeladen werden.