Über den AGS
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat den Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) für den Zeitraum 2009 bis 2012 neu berufen. Die konstituierende Sitzung AGS fand am 26. Februar 2009 in Berlin statt.
Neuer Vorsitzender des AGS ist Dr. Martin Kayser, BASF, stellvertretender Vorsitzender ist Dr. Hanns Pauli, DGB.
Die Aufgaben des AGS - u. a. Konkretisierungen der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und Hilfen für die Praxis in Form von Technischen Regeln (TRGS) und Beratung des BMAS - sind im § 20 GefStoffV beschrieben und werden fachlich von 3 Unterausschüssen (UA) vorbereitet:
- UA I "Gefahrstoffmanagement"
(Vorsitzende Dr. Ursula Vater, Regierungspräsidium Kassel), - UA II "Schutzmaßnahmen"
(Vorsitzender Dr. Harald Wellhäußer, BG Chemie), - UA III "Gefahrstoffbewertung"
(Vorsitzende Dr. med. Gisela Stropp, Bayer Schering Pharma AG).
Ein Koordinierungskreis, der sich aus den AGS- bzw. UA-Vorsitzenden sowie Vertretern des BMAS bildet, strukturiert die Arbeiten des AGS und der Unterausschüsse.
Der AGS und die Unterausschüsse beraten und konkretisieren bis zur nächsten Sitzung Anfang Mai ein neues Arbeitsprogramm, das u.a. folgende Themen umfassen soll:
- Nutzung der REACH-Informationen für den Arbeitsschutz,
- Auswirkungen der GHS-Verordnung auf das Technische Regelwerk (TRGS),
- Risikokommunikation und deren Einbindung in das Technische Regelwerk
- Technische Regeln zum Thema Brand- und Explosionsschutz,
- Ableitung von Expositions-Risiko-Beziehungen (ERB) für ausgewählte krebserzeugende Stoffe sowie entsprechender Schutzmaßnahmen-TRGS,
- Aufstellung von Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW) und Biologischen Grenzwerten (BGW) sowie
- Erarbeitung eines Konzeptes zum Abgleich zwischen den unter REACH geforderten Herstellergrenzwerten (DNEL und DMEL) und den vorhandenen Arbeitsplatzgrenzwerten (AGW) gemäß TRGS 900.
Der AGS wird dabei eng mit den anderen Ausschüssen und Regel setzenden Gremien zusammenarbeiten.
